Zeichnen mit Heißglas

Elisabeth Brosterhus zeichnet mit der heißen Glasmasse. Foto: Brosterhus+Meyer
Elisabeth Brosterhus zeichnet mit der heißen Glasmasse.
Foto: Brosterhus+Meyer

Petershagen (lwl). Kunstvolle Brandspuren mit heißem Glas: Für diese „Brandings“ sind Elisabeth Brosterhus und Burkhard Meyer bekannt. Am Dienstag (25.11.) sind die Künstler im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bei der Arbeit zu sehen. Ab 18.30 Uhr führen sie am Ofen der Glashütte Gernheim das Zeichnen mit glühender Glasmasse auf Papier vor. Dieser Abend wird live vom WDR übertragen. Die Besucher können bei einem Glas Wein der Performance zusehen.

Die experimentelle Arbeit von Elisabeth Brosterhus und Burkhard Meyer konfrontiert widersprüchliche Elemente: Auf leicht entflammbarem Papier entstehen Brandzeichen, ohne dass das Papier komplett in Flammen aufgeht. Das heiße, flüssige Glas brennt unwiderruflich seine Spuren ein, verschmilzt mit Pigmenten vom Blatt und vollendet auf diese Weise die vorbereitete Malerei. Zwischen Zerstörung und Vollendung liegen Bruchteile von Sekunden. Es gibt nur den einen Versuch. Gelingt dieser, entsteht aus der Glaszeichnung ein korrespondierendes Objekt, das Spuren der Farben und Formen verinnerlicht hat.

Brosterhus und Meyer arbeiten seit 1988 als künstlerisches Team zusammen und haben zahlreiche Projekte und Ausstellungen im In- und Ausland realisiert. Seit über zehn Jahren beschäftigen sie sich mit Glas, in erster Linie mit einem experimentellen künstlerischen Umgang an der Schnittstelle zwischen Malerei und Glasobjekt. Sie sind Vorstandsmitglieder der Glaskünstlervereinigung NRW e.V.

Besucher zahlen den üblichen Museumseintritt.

Link:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

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