"Untertauchen" - diesen Titel trägt der Ausstellungsbeitrag von Verena Wagner
Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Wassergleich….“ – Internationale Ausstellungsreihe startet in Hattingen

"Untertauchen" - diesen Titel trägt der Ausstellungsbeitrag von Verena Wagner Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
„Untertauchen“ – diesen Titel trägt der Ausstellungsbeitrag von Verena Wagner
Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Das Ruhrgebiet war 2010 Kulturhauptstadt Europas. Görlitz wäre es seinerzeit gerne gewesen und will sich erneut bewerben, und Breslau (Wroclaw) hat für 2016 den Zuschlag erhalten – die Schauplätze des internationalen Kunstprojektes „Wassergleich….“ sind alles andere als ein Zufall. „Die dreiteilige Reihe mit Ausstellungen in Hattingen, Görlitz und Breslau lässt das Kulturhauptstadtjahr 2010 eindrucksvoll nachwirken, bestätigt die bereits bestehende Kooperation zwischen dem Kreis Görlitz und dem Ennepe-Ruhr-Kreis und ist bestens geeignet, neue Brücken durch Europa zu schlagen“, zeigt sich Landrat Dr. Arnim Brux überzeugt. Europäischer könne ein Projekt kaum sein, gelungener könnten drei kulturelle Hauptstädte nicht miteinander verbunden werden.

Eine Einschätzung, die bei der Eröffnung der Auftaktausstellung im Hattinger Stadtmuseum von vielen Gästen geteilt wurde. Die Organisatoren Thomas Strauch und Ulrike Brux sowie Prof. Bernhard Matthes konnten neben Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch sowie Bernd Lange, Landrat des Kreises Görlitz, und Prof. Dr. Agata Danielak-Kuja von der Akademie der schönen Künste aus Breslau auch alle beteiligten Künstler begrüßen. Darunter mit Peter Kosch (Witten), Anna Recker (Luxenburg/Hattingen) und Verena Wagner (Essen/Wetter) auch die Gewinner des diesjährigen Kunstpreises Ennepe-Ruhr.

„Beeindruckend“, so das Fazit nach einem gemeinsamen Rundgang „wie unterschiedlich alle 11 Künstler aus Niederschlesien, der Oberlausitz und dem Ruhrgebiet in ihren 17 Werken das Thema ´Wasser´ aufbereitet haben.“ Und tatsächlich: Die Bilder, Installationen, Objekte und Fotografien unterstreichen den Wert des Wassers für das Leben, als Medium für Erholung und Freizeit und als Triebfeder für Industrie und Wirtschaft. Mit Blick auf Ruhr, Neiße und Oder, an denen der Ennepe-Ruhr-Kreis, Görlitz und Breslau liegen, wird aber auch die prägende Rolle dieser drei Flüsse für die europäische Geschichte hervorgehoben.

Sie stehen als Zeichen für epochale Prozesse der letzten beiden Jahrhunderte, denn Fließgewässer waren für die Entwicklung in allen drei Regionen unabdingbar. Sie versinnbildlichen aber auch Veränderungen. In politischer Hinsicht in Bezug auf die Erweiterung Europas nach Osten, ökonomisch-sozial im Hinblick auf den Strukturwandel in den jeweiligen Regionen.

Dr. Fritz Pleitgen, langjähriger Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr.2010 und aktuell Schirmherr der Ausstellungen, kommt denn dann im Ausstellungskatalog auch zur Einschätzung: „Die Reihe ist nicht nur eine ambitionierte kulturelle, sondern auch eine politische und soziale Idee. Ich war von dem Vorhaben gleich fasziniert. ´Wassergleich….´ soll die Menschen, die auch ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des eisernen Vorhangs immer noch fremdeln, einander näher bringen.“ Bis zum 19. Oktober in Hattingen, 2014 in Görlitz und 2016 in Breslau.

Ausstellung in Stichworten

Stadtmuseum Hattingen
Marktplatz 1-3, Hattingen

Ausstellungsdauer noch bis zum 19. Oktober
Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15 bis 18 Uhr
Samstag, Sonntag von 11 bis 18 Uhr

Eintrittspreise:
Dauerausstellung: frei

Wechselausstellung: Erwachsene 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei

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