Schlagwort-Archiv: Unna

Jagdscheine jetzt beantragen

Kreis Unna. Kein Scherz: Das neue Jagdjahr beginnt offiziell „seit Jahr und Tag“ am 1. April. Um Wartezeiten zu vermeiden, sollten die Jäger schon jetzt den neuen Jagdschein beantragen.

Der Antrag kann schriftlich bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Unna oder persönlich unter Vorlage eines Personalausweises im Dienstgebäude in der Parkstraße 40b in 59425 Unna, Raum 107 während der allgemeinen Öffnungszeiten (montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr) gestellt werden.

Dem Antrag sind das aktuelle Jagdscheinheft und eine Bestätigung der Jagdhaftpflichtversicherung, aus der die Laufzeit der Versicherung und die Deckungssummen hervorgehen, beizufügen. Für die Ausstellung eines neuen Jagdscheinheftes wird zusätzlich ein Lichtbild benötigt.

Den Jagdscheinantrag zum Download und weitere Infos gibt es unter www.kreis-unna.de (Service – Anträge und Formulare – Jagdscheinantrag) und bei Nicole Drawe von der Unteren Jagdbehörde des Kreises, Tel. 0 23 03 / 27-19 32, Fax 0 23 03 / 27-30 32 oder E-Mail nicole.drawe@kreis-unna.de.

„Jüdische Vielfalt zwischen Ruhr und Weser“

Zu einer interessanten Buchvorstellung mit musikalischem Begleitprogramm laden das Hellweg-Museum Unna und der Freundeskreis der Jüdischen Gemeinde haKochaw Unna ein. Die soeben erschienene Publikation „Jüdische Vielfalt zwischen Ruhr und Weser“ fasst die Erträge der landesweiten „Biennale: Musik & Kultur der Synagoge 2012/2013“ zusammen, in deren Rahmen in Stadt und Landkreis Unna ein Zyklus hochkarätiger Veranstaltungen zur jüdischen Geschichte und Kultur stattfand. Die Beiträge des Bandes geben einen Überblick vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, richten aber den Blick auch auf einzelne jüdische Gemeinden, darunter die in Unna. Acht Beiträge haben einen direkten Bezug zu Stadt und Kreis Unna.

Zur Buchvorstellung werden drei der Autoren anwesend sein: Aus Unna kommen der Historiker Klaus Basner, der den Beitrag „Zur Geschichte der Juden in Unna“ verfasst hat, sowie Alexandra Khariakova, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde ‚haKochaw‘ für den Kreis Unna e.V.“, die ihren Weg zur Liberalen Gemeinde Unna beschreibt. Autor und Mitherausgeber Dr. Manfred Keller stellt neue Synagogen in Deutschland anhand von Bildbeispielen vor und der Fröndenberger Stadtarchivar Jochen von Nathusius gibt Einblicke in das westfälische Landjudentum.
Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch den Kantor der Jüdischen Gemeinde Unna, Didij Podzsus, der Lieder der Synagoge spielt.

Die Präsentation findet statt am

Mittwoch, 12. Februar 2014, um 18.00 Uhr
im Hellweg-Museum, Burgstraße 8, 59423 Unna

Die Teilnahme ist kostenlos.
Das Buch wird an diesem Abend zum Sonderpreis von 20,00 € angeboten (Buchhandelspreis 34,90 €).

Kreis zeichnet ALUnna mit Klimaschutzflagge aus

Der Kreis Unna zeichnete am 31. Januar 2014 das Aluminiumwerk Unna (ALUnna) als erstes Unternehmen 2014 mit der Klimaschutzflagge der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Agenda 21 aus.

Gewürdigt wird damit ein vorbildliches unternehmerisches Handeln für den Klimaschutz, insbesondere die Implementierung einer Nachhaltigkeits- und Energieeinsparphilosophie in die Unternehmenspolitik und deren umfangreiche praktische Umsetzung.

Die Geschichte der Aluminiumwerk Unna AG beginnt am Standort Unna 1914, und zwar als Messingwerk Unna AG. Nach einer unruhigen Phase in den 1990er Jahren gelang eine nachhaltige Sanierung durch das gemeinsame Engagement von Belegschaft und Führungskräften. Aktuell sind am Standort in Unna eine Gießerei, ein Strangpresswerk und ein Ziehwerk angesiedelt. Beschäftigt werden 350 Mitarbeiter.

Die Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette. Anlässlich der Auszeichnung mit der Klimaschutzflagge freuten sich (v.l.n.r.): Werner Porzybot, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Unna, Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Unna, Wolfgang Brettschneider von der Firma ALUnna und Ludwig Holzbeck, Leiter des Fachbereiches Natur und Umwelt beim Kreis Unna. Foto: Kreis Unna
Die Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette. Anlässlich der Auszeichnung mit der Klimaschutzflagge freuten sich (v.l.n.r.): Werner Porzybot, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Unna, Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Unna, Wolfgang Brettschneider von der Firma ALUnna und Ludwig Holzbeck, Leiter des Fachbereiches Natur und Umwelt beim Kreis Unna. Foto: Kreis Unna

Die ALUnna AG investierte seit 2000 in Produkte, Produktionsanlagen, ihre Bausubstanz und in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. Dabei wurden in vorbildlicher Weise die Markt-, die gesellschaftlichen und sozialen sowie die Umweltanforderungen berücksichtigt. Sie sind in der unternehmerischen Firmenphilosophie als grundlegende Basis verankert. Die Veränderungen im Unternehmen werden bewusst in diesem Dreiklang vorangetrieben.

So werden kontinuierlich alte unwirtschaftliche Hallen abgerissen und neue aufgebaut. Wie ein etwa 7.000 Quadratmeter großes Ziehwerk im Jahr 2004: „Die alte Hallensubstanz war damals energetisch eine Katastrophe“, gibt Wolfgang Brettschneider als Leiter Einkauf und Umwelt zu. Zusätzlich wurde auch eine Versand- sowie eine Öl- und Umwelthalle (2009 / 2010) errichtet.

Dort wird auch das Hydrauliköl für die Anlagen separiert und als eigenes Rezyklat dem Produktionslauf wieder zugeführt. Dadurch kann die benötigte Menge des neu zu beschaffenden Schmierstoffs drastisch reduziert werden: „Das ist ein wichtiger Beitrag für den Umgang mit Ressourcen“, betont Ludwig Holzbeck, Leiter des Fachbereichs Natur und Umwelt beim Kreis Unna. „Der Bau dieser Halle war ein entscheidender Schritt für die konkrete Umsetzung der Umweltpolitik des Unternehmens“, so Wolfgang Brettschneider weiter.

Doch letztendlich waren es die stetig steigenden Energiepreise, die ALUnna 2013 veranlassten, ein zertifiziertes Energiemanagement einzuführen. Aluminiumverarbeitung beinhaltet viele Umform- und Wärmeprozesse: 2013 wurden am Standort Unna 22,6 Millionen Kilowattstunden Strom (13,2 Prozent weniger) und 33,7 Millionen Kilowattstunden Erdgas (27,6 Prozent weniger) verbraucht. Bezogen auf die produzierte Wertschöpfung sank der Energieeinsatz um annähernd 9 Prozent. Über 10.000 Tonnen Aluminium werden jährlich auf 500 – 800 Grad C° gebracht – zum Teil sogar mehrfach, damit die Umformbarkeit des Werkstoffs erhalten bleibt. Umgerechnet auf den normalen Haushalt könnten damit mehrere Tausend Haushalte in Unna mit Strom und Gas versorgt werden.

„Den Gesamtenergiepreis können auch wir als gewerbliche Endverbraucher kaum beeinflussen. Die Stellschraube, an der wir drehen können, ist die Energiemenge“, macht Wolfgang Brettschneider deutlich. Damit können die Gesamtenergiekosten gehalten oder sogar reduziert werden. „Keine Frage, wir sind schon in der Vergangenheit sorgfältig mit Energie umgegangen. Jetzt können wir aber systematisch Energie einsparen“, betont er.

Grundvoraussetzung dafür war eine strukturierte Erfassung aller Energiemengen von Strom, Gas und Wasser sowie die Bewertung der Energieeffizienz einzelner Anlagen und Prozesse. Dieser Prozess wurde 2011 mit der Entscheidung zur Einführung eines Umwelt- und Energiemanagements eingeläutet und fand im Sommer 2013 mit der doppelten Zertifizierung nach ISO 14001 und 50001 auch ihre Anerkennung durch den TÜV Nord.

Den Einstieg dazu bot der „betriebliche Energiecheck“ – ein kostenloses Angebot der Umweltverwaltung des Kreises Unna und den Stadtwerken Unna. Damit kommt nicht nur System-Know-how (Systematik von ISO-Normen), sondern auch energiefachliches Expertenwissen von den Stadtwerken Unna ins Haus.

Beispielhaft erläutert Wolfgang Brettschneider die weiteren Schritte, die das Werk in 2012/13 zur Ressourcengewinnung und zum Energiesparen unternommen hatte:

  • Eigenes und fremdes Aluminium wird zur Wiederverwendung im eigenen Ofen geschmolzen; die Voraussetzungen dafür sind ein exaktes Erfassungssystem, dass alle Abschnittsreste mit seinen genauen Legierungsbestandteilen erfasst und voneinander separiert.
  • Lufterhitzer wurden gegen andere wesentlich effizientere Heizungssysteme wie Hell- und Dunkelstrahler mit Wärmerückgewinnung ausgetauscht und bei Neuinvestitionen (Presse 114) gleich die Abwärmepotenziale aus der Produktion für die Beheizung von Büros genutzt.
  • Wärme und Isolierung: Die Abwärme aus den Produktionsanlagen genügt neuerdings in den bereits sanierten Bereichen, um die modernisierten Hallen im Winter zu erwärmen.
  • Nach und nach werden die teilweise über 100 Jahre alten Hallendächer saniert, um Tageslicht zu nutzen, moderne Beleuchtungstechniken einzubauen und wesentliche Dämmeffekt zu erzielen.
  • Das Druckluftsystem des Werkes war zuvor dezentral organisiert. Obwohl in einzelnen Teilen erst 2009 installiert, wurde ein zentrales, komplett neues System angeschafft (Dezember 2012).Dadurch konnte der Energieeinsatz von mehr als 2,2 Mio. Kilowattstunden Strom auf unter 700.000 Kilowattstunden gesenkt werden.
  • Das Messwerterfassungssystem zeigt seinen Nutzen und erkennt unbeabsichtigte Verbräuche – im Bereich Wasser, Gas und Strom.
  • Der Kühlwasserprozess konnte exakt analysiert und damit ein großes neues Projekt zum Schutz der Ressourcen angestoßen werden.

Bei der Übergabe der Auszeichnung an Wolfgang Brettschneider und Volker Findeisen, Geschäftsführender Vorstand der ALUnna AG, fasste Fachbereichsleiter Ludwig Holzbeck, Initiator des „gewerblichen Energiechecks“, die Verdienste für den Klimaschutz nochmal zusammen:

Einführung und Zertifizierung von Energie-Managementsysteme gemäß ISO 14001 und 50001.

Implementierung einer Nachhaltigkeits- und Energieeinsparphilosophie in die Unternehmenspolitik und deren allumfassende Umsetzung in die Praxis aus.

Dadurch weitrechende Energieeinsparungen, die schon jetzt die ursprünglichen Prognosen deutlich übertreffen, so dass im Sinne einer nachhaltigen Selbstverpflichtung ein großer Beitrag für die Klimaschutzziele des Kreises Unna geleistet wird.

Lichtreise für Familien – eine Kooperation mit „HELLWEG – ein LICHTWEG“

Kreisstadt Unna. Die kleine Bus-Rundreise beginnt im Zentrum für Internationale Lichtkunst und führt über Bönen nach Bergkamen und wieder zurück und gibt Einblicke in die faszinierende Welt der Lichtkunst – im Museum und im öffentlichen Raum! Gemeinsam mit Ihren Kindern erleben Sie Kunst hautnah und auf interaktive Weise. Vor allem die Kinder (Altersgruppe 6-12 Jahre) werden angeregt, sich kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen. Für Getränke und einen kleinen Snack für zwischendurch ist gesorgt.

Termine:
Samstag, 08. Februar, 16.30 Uhr
Samstag, 08. März, 17.00 Uhr
Dauer ca. 3 Stunden
Preise:
8,50€ pro Erwachsener
2,50€ pro (familien-zugehöriges) Kind (bis 12 Jahre)
Tickets im Vorverkauf ab Di.,14. 01. im I-Punkt der Kreisstadt Unna, zib, Lindenplatz 1, 59423 Unna, Tel. 02303/103-777.
Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.lichtkunst-unna.de/aktuelles/news/article/lichtreise-fuer-familien/