Schlagwort-Archiv: Kultur

Die Westfälische Mona Lisa

V.l.: Ute Schäfer, NRW-Kulturministerin, Dr. Britta Kaiser-Schuster, Dezernentin Kulturstiftung der Länder, Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär Ernst von Siemens Kunststiftung, Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin, Dr. Tanja Pirsig-Marshall, Kuratorin für die Moderne am LWL-Museum, Dr. Hermann Arnhold, Direktor LWL-Museum, Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin Kunststiftung NRW, Matthias Löb, LWL-Direktor, Dieter Gebhard, Vorsitzender Landschaftsversammlung. Foto: LWL
V.l.: Ute Schäfer, NRW-Kulturministerin, Dr. Britta Kaiser-Schuster, Dezernentin Kulturstiftung der Länder, Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär Ernst von Siemens Kunststiftung, Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin, Dr. Tanja Pirsig-Marshall, Kuratorin für die Moderne am LWL-Museum, Dr. Hermann Arnhold, Direktor LWL-Museum, Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin Kunststiftung NRW, Matthias Löb, LWL-Direktor, Dieter Gebhard, Vorsitzender Landschaftsversammlung.
Foto: LWL

Museum feiert Übergabe von Macke-Werk

Münster (lwl). Die „Westfälische Mona Lisa“ hat nun im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster einen dauerhaften Aufenthaltsort gefunden. Mit Hilfe öffentlicher Gelder konnte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das bedeutende expressionistische Werk „Frau des Künstlers mit Hut“ von August Macke ankaufen, nachdem es schon seit gut 30 Jahren im Museum die Blicke auf sich gezogen hat.

Bisher war das Macke-Porträt seiner Frau Elisabeth eine Leihgabe aus Privatbesitz. Als das Werk 2014 verkauft werden sollte, hat der LWL Förderer angesprochen und die Summe von 1,5 Millionen Euro zusammengetragen. In einer Feierstunde haben die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kulturstiftung der Länder, das NRW-Kulturministerium, die Kunststiftung NRW und die Ernst von Siemens Kunststiftung am Donnerstag (24.9.) dem LWL-Museum das Gemälde übergeben.

August Macke, Frau des Künstlers mit Hut, 1909 Foto: LWL/Ahlbrand-Dornseif
August Macke, Frau des Künstlers mit Hut, 1909
Foto: LWL/Ahlbrand-Dornseif

Als der Eigentümer von Mackes „Frau des Künstlers mit Hut“ im Frühjahr 2014 den geplanten Verkauf des Bildes ankündigte, bestand die Gefahr, dass eines von Mackes bedeutendsten Werken der Öffentlichkeit entzogen würde. „Ein Verkauf des Werkes an einen Privatsammler oder eine Institution außerhalb von Deutschland wäre ein großer Verlust nicht nur für die westfälische, sondern für die deutsche Kunstlandschaft gewesen“, erklärte LWL-Direktor Matthias Löb. Das Gemälde zählt zu den fünf bedeutendsten Werken der Macke-Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur und gehört neben dem „Sonnigen Weg“ zu den Lieblingsbildern der Besucher.

Werke von August Macke in der Qualität dieses Bildes existieren auf dem Kunstmarkt kaum noch. „Wir freuen uns, dass so bedeutende Förderer erkannt haben, wie wichtig es ist, das Kunstwerk für unsere Sammlung zu erhalten“, so Löb. Mit dem Ankauf bleibe das Werk auch in Zukunft für die Öffentlichkeit erhalten und festige die Macke-Sammlung im LWL-Museum.

Elf Gemälde von August Macke befinden sich inzwischen im Besitz des LWL-Museums, 18 weitere sind als Leihgaben im Haus. Hinzu kommen Aquarelle, Zeichnungen und 80 Skizzenbücher, die ebenfalls dem LWL-Museum gehören. Durch zusätzliche Forschungsprojekte und Publikationen hat das LWL-Museum heute den Rang eines Macke-Standortes erlangt.

„Mit dem Erwerb wird national wertvolles Kulturgut dauerhaft für das Museum, für die Öffentlichkeit und die Forschung gesichert. Deshalb hat der Bund ein erhebliches Interesse an dem Ankauf“, begründet Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Förderzusage des Bundes. Die Kulturstiftung der Länder sichere damit ein Schlüsselwerk des Künstlers für das Museum: „Mit dem Ankauf des für die Entwicklung zum expressionistischen Maler wegweisendem Porträts, das seit 30 Jahren als Dauerleihgabe ein Glanzlicht der LWL-Sammlung bildet, kann der herausragende Macke-Bestand dauerhaft bewahrt werden“, erklärt Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder.

„Münster steht heute im Mittelpunkt der Macke-Forschung und das Gemälde komplettiert die Macke-Sammlung im LWL-Museum für Kunst und Kultur“, sagte NRW-Kulturministerin Ute Schäfer. „Das Porträt von Mackes Ehefrau Elisabeth wird jetzt dauerhaft an dem Ort aufbewahrt, der sich der wissenschaftlichen Erforschung des Lebenswerkes von August Macke widmet“, erläuterte Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW. „Ein Erwerb aus Privatbesitz, der sich schon seit 1981 als unverzichtbares Museumsstück bewährt hat, fügt sich hervorragend in das Förderprofil unserer Stiftung“, erklärte Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung.

Hintergrund
Das Gemälde steht beispielhaft für den Wandel von Mackes Malweise in den Jahren 1909 und 1910: Die Loslösung des Künstlers vom Zeichnerischen und Skizzenhaften hin zu einfacheren Formen. Mackes Fähigkeit, die Farben zum Leuchten zu bringen und sein sicheres Gespür für Komposition und Farbe kommen in dem Porträt zum Ausdruck. Es zählt zu den eindrucksvollsten Werken, die Macke von seiner Frau schuf. Elisabeth war sein wichtigstes Modell. Im Laufe von zehn Jahren fertigte er mehrere hundert Porträts von ihr an. 1904 schrieb Macke an Elisabeth: „Du liebes Mädchen, glaube mir, ich habe mehr durch Dich gelernt als Du durch mich. Es ist die Wahrheit, daß unsere Liebe eine wunderbare, ja eine einzige ist.“

1909 heirateten Elisabeth und August Macke, 1910 und 1913 wurden die beiden Söhne geboren. Fünf Jahre nach der Hochzeit starb der Künstler als Soldat in den ersten Kriegsmonaten in Frankreich. Er wurde nur 27 Jahre alt.

LWL-Museum für Kunst und Kultur

Mode in Bild und Stein

Katharina Kirschkowski erklärt die Kunstwerke der Sammlung in deutscher Gebärdensprache. Foto: LWL/Hanna Neander
Katharina Kirschkowski erklärt die Kunstwerke der Sammlung in deutscher Gebärdensprache.
Foto: LWL/Hanna Neander

Münster (lwl). Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster setzt seine Reihe „Inklusive Vermittlung“ am Samstag (3.10.) um 16 Uhr mit einer einstündigen Führung in Lautsprache begleitenden Gebärden durch die Sammlung fort.

Die Führungsreihe richtet sich abwechselnd an Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung sowie dementiell veränderte Menschen. Dabei reicht das inklusive Konzept über die Führungsreihe hinaus, auch bei der Architektur hat sich das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bewusst für einen barrierearmen Entwurf entschieden. Alle Räumlichkeiten sind mit dem Aufzug erreichbar und die Sockelhöhe der Exponate wurde der Augenhöhe von Rollstuhlfahrern angepasst.

Gemeinsam mit Katharina Kirschkowski analysieren die Teilnehmer der Führung, wie sich Mode in Kunstwerken und Skulpturen verändert und betrachten Kleider im Wandel der Zeit. Die Führung richtet sich an Menschen mit und ohne Hörbehinderung. Die Teilnahme an der Führung ist nach Zahlung des Eintrittspreises kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

LWL-Museum für Kunst und Kultur

Sabine Schulze Gronover liest „Die Flucht der blauen Pferde“

Sabine Schulze Gronover liest im Planetarium Münster. Foto:Schulze Gronover Privat
Sabine Schulze Gronover liest im Planetarium Münster.
Foto:Schulze Gronover Privat

Münster (lwl). Am Donnerstag (1.10.) findet um 19.30 Uhr im Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Premieren- und Autorenlesung statt. Die Autorin Sabine Schulze Gronover stellt ihren soeben erst erschienenen Kriminalroman „Die Flucht der blauen Pferde“ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster vor.

Aus dem neuen Krimi von Sabine Schulze Gronover wird im LWL-Planetarium gelesen. Foto: emnos
Aus dem neuen Krimi von Sabine Schulze Gronover wird im LWL-Planetarium gelesen.
Foto: emnos

Konstantin Neumann ist gerade aus dem Gefängnis entlassen und zieht in eine ruhige Gegend von Münster, um sein Leben neu zu ordnen. Die Leiche im Hausflur war allerdings nicht eingeplant und wirft einige Fragen auf: Ist der Greis aus dem ersten Stock ein Altnazi, der noch immer mit geraubten Kunstwerken handelt? Was ist mit Konstantins Vormieter geschehen, der seit seinem Auszug spurlos verschwunden ist? Und was hat ein berühmtes Gemälde von Franz Marc mit der Geschichte zu tun?

Sabine Schulze Gronover wurde 1969 in Hamm-Heessen geboren, ist ausgebildete Diplom- Pädagogin und arbeitet als Kunsttherapeutin an der LWL-Klinik in Münster. Heute lebt die Autorin mit einigen Tieren und ihrer Familie auf dem Land in Mersch-Drensteinfurt. Ihren vierten Kriminalroman stellt die Autorin im LWL-Museum für Naturkunde vor. Die Buchhandlung Wunderkasten aus Münster-Gievenbeck ist mit einem Büchertisch vertreten.

Karten sind für 7 Euro im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster, erhältlich. Weitere Infos unter Telefon: 0251 591 6050 (Servicezeiten: Mo-Fr 8.30-
12.30 Uhr, Mo-Do 14-15.30 Uhr).

LWL-Museum für Naturkunde

Laute(r) Liebe?! Freche Lieder und Chansons

Tizah Haase und Armine Ghuloyan präsentieren Lieder und Chansons im Schiffshebewerk Henrichenburg. Foto: Privat
Tizah Haase und Armine Ghuloyan präsentieren Lieder und Chansons im Schiffshebewerk Henrichenburg. Foto: Privat

Waltrop (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Samstag (18. 4.) um 19.30 Uhr zu einem Chanson- und Schlagerabend mit Tirzah Haase und Armine Ghuloyan ein. Unter dem Motto „Laut(r) Liebe?!“ präsentieren die Sängerin und die Pianistin im Schiffshebewerk Henrichenburg Lieder und Chansons aus der Zeit von 1920 bis 1970.

Das breite Spektrum reicht von Spoliansky bis Hollaender, von Hildegard Knef bis Alexandra, von Marlene Dietrich bis Trude Herr. Die Besucher erwartet eine Performance mit Evergreens, charmanten Anekdoten und amüsanten Geschichten.

Tirzah Haase ist Schauspielerin und Sängerin und lebt in Dortmund. Feste Engagements führten sie in der Vergangenheit u.a. nach Hamburg (Thalia-Theater), Trier und Bremen. Seit 1987 ist sie als Sprecherin beim WDR tätig, daneben war sie in einigen Fernsehrollen zu sehen und erhielt mehrere Musical-Engagements.

Armine Ghuloyan, Pianistin und Konzertmeisterin, stammt aus Armenien und lebt seit 1997 in Dortmund. Nach zahlreichen Engagements an verschiedenen Konzerthäusern der ehemaligen Sowjetunion und diversen Kompositionsaufträgen tritt sie heute international als Solistin und Liedbegleiterin auf.

Der Eintritt beträgt 12 Euro. Eine Reservierung ist erforderlich unter 02363 9707-0 oder unter schiffshebewerk@lwl.org

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg