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Betrügerische Handwerkerkolonnen wollen Privatwege teeren

Die Stadtverwaltung Herten warnt vor betrügerischen Handwerkerkolonnen, die zurzeit im Kreis Recklinghausen unterwegs sind. Diese „Tinker“ oder auch „Traveller“ genannten Arbeitskolonnen stammen aus England, Schottland oder Irland. Sie bereisen regelmäßig die Region und bieten Hauseigentümern an, kostengünstig ihre Garageneinfahrt, Höfe oder Privatwege zu teeren oder zu asphaltieren. Dabei nutzen die Betrüger oftmals die Gutgläubigkeit vornehmlich älterer Menschen aus.

Die angebotenen Arbeiten werden jedoch unfachmännisch und zu stark überhöhten Preisen ausgeführt. Die „Handwerker“ verfügen weder über eine gültige Gewerbeanmeldung, noch besitzen sie eine Eintragung in der Handwerksrolle mit dem Straßenbauerhandwerk.

Vereinzelt treten ähnliche Kolonnen auch als Dachdecker oder Vertreter für Kleingeräte auf. Sie bieten dabei sogenannte „Blenderware“ wie zum Beispiel gefälschte Kettensägen, Stromgeneratoren, billige Wohnmobile oder angeblich hochwertige Ledermöbel zum „Schnäppchenpreis“ an.

Die Kolonnen sind mit Fahrzeugen und Wohnwagen mit britischen oder irischen Kennzeichen unterwegs, übernachtet wird in großzügigen Wohnwagen auf Campingplätzen. Eine typische sogenannte „Teerkolonne“ besteht aus einem LKW mit Anhänger und einem Asphaltierfahrzeug sowie einem oder mehreren Kleinbussen. Die Traveller, die für die Auftragsakquirierung zuständig sind, fahren meistens große auffällige Geländewagen ebenfalls mit britischen oder irischen Kennzeichen.

Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen nimmt das Ordnungsamt Herten unter der Rufnummer (0 23 66) 303 249 oder außerhalb der Öffnungszeiten die Polizei unter der bekannten Rufnummer 110 entgegen.

Pferde benötigen auch 2014 neues Reitkennzeichen

Mit dem nahenden Frühjahr zieht es Reiter und Pferde wieder raus aus der Halle hinein in die Natur. „Bevor die Pferdebesitzer ihren Ausritt im neuen Jahr starten, sollte die Jahresplakette des Pferdes rechtzeitig gelöst oder verlängert werden“, sagt Carsten Uhlenbrock, zuständiger Projektkoordinator beim Kreis Recklinghausen.

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Reitkennzeichen2014
© Kreis Recklinghausen

Denn: Wer in der freien Landschaft und im Wald mit seinem Pferd reiten will, benötigt ein Reitkennzeichen, gut sichtbar beidseitig am Vierbeiner angebracht. Die aktuellen Plaketten für Pferde sind blau, mit der Aufschrift 14 – sie lösen das orangefarbene Vorjahresmodell ab.

Anlässlich der kommenden Reitsaison unter freiem Himmel gibt der Fachdienst Umwelt einen neu aufgelegten Flyer zum Thema „Reiten im Kreis Recklinghausen“ heraus. Er ist online oder im Kreishaus erhältlich.

Der Kreis Recklinghausen bietet alles, was ein Reiterherz begehrt: Es gibt ein fast 300 Kilometer langes Reitwegenetz. Allein in den Wäldern der Haard eignen sich über 100 Kilometer bestens für diese Zwecke. Am Ausbau und an der Unterhaltung sind die Reiterinnen und Reiter unmittelbar beteiligt, denn die Kosten werden fast ausschließlich durch die Reitabgabe beglichen, zu der jeder Pferdesportler durch den jährlichen Erwerb der Reiterplakette beiträgt.

„Hier ist die Solidarität aller Reiter gefragt, die diese Mittel zum eigenen Nutzen aus ihren Beiträgen aufbringen“, appelliert Carsten Uhlenbrock.

So sind im vergangenen Jahr 1.489 Jahresplaketten verlängert, 266 Reitkennzeichen neu verausgabt worden und damit 45.925 Euro Reitabgabe gezahlt worden. Rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. „Der sich bereits in den Vorjahren abgezeichnete Trend zeigt deutlich, dass die Reiterinnen und Reiter die Bemühungen aller Akteure honorieren, ein qualitativ hochwertiges Angebot an Reitwegen vorzuhalten und dafür die gesetzlich vorgeschriebene Abgabe zu entrichten“, sagte Carsten Uhlenbrock von der Kreisverwaltung.

Der Kreis Recklinghausen profitierte überdurchschnittlich aus dieser zweckgebundenen Abgabe, denn rund 51.300 Euro für Unterhaltungsarbeiten an bestehenden Wegen flossen aus dem Topf der Bezirksregierung Münster wieder in den Kreis zurück.

Die Kreisverwaltung wird zusammen mit den Akteuren des Arbeitskreises Reitwegenetz das bestehende Konzept fortschreiben, um über lokale Ausreitmöglichkeiten die Vernetzung des Gesamtsystems zu ermöglichen.

Ein wesentlicher Baustein hierfür ist zudem das Ziel2-Projekt „Münsterland-Reitroute“, das im Jahr 2014 vollendet wird und damit in den Münsterlandkreisen und der Stadt Münster rund 1.000 Kilometer Reitroute eröffnet. Der Kreis Recklinghausen stellt als Kooperationspartner mit rund 80 Kilometern Strecke auf bereits vorhandenen Reitwegen in einer „Südspange“ durch die Waldgebiete der Hohen Mark und der Haard die wesentliche Verbindung zwischen dem Kreis Borken im Westen und Coesfeld im Osten sicher.

Die jährlich zu erneuernden Jahresplaketten* (Aufkleber) für private Zwecke

  • Erstantrag (Reitkennzeichen + Jahresplaketten): 39,50 €
  • Folgeantrag (Jahresplaketten): 30,50 € für Reiterhöfe**:
  • Erstantrag (Reitkennzeichen + Jahresplaketten): 89,50 €

Als besonderen Service bietet der Kreis auch die Möglichkeit auf Antrag (http://www.kreis-re.de/dok/Formulare/70/Neuantragreitkennzeichen.pdf) eine automatische Zusendungder Jahresplaketten – bis auf Widerruf – an.

Der Kreis wird auch in dieser Reitsaison – wie schon im vergangenen Jahr – in unregelmäßigen Zeitabständen und an wechselnden Standorten Ausschau nach Kennzeichen und Jahresplaketten halten.

„Wir möchten mit unserem Erscheinen entlang der Reitwege in erster Linie all jenen unsere Anerkennung zeigen, die sich rechtmäßig verhalten, regelmäßig jährlich ihre Reitplakette lösen und damit ihren finanziellen Beitrag zur Unterhaltung des Reitroutennetzes leisten“, betont Carsten Uhlenbrock.

Wer sich darüber hinwegsetzt, verhält sich nicht nur unsolidarisch, er begeht auch eine Ordnungswidrigkeit. Das gilt auch für denjenigen Reiter, der mit einem geliehenen Pferd ohne gültige Jahresplakette ausreitet.

Hauptanliegen sei es daher, Reiterinnen und Reiter vom Nutzen der Plakette zu überzeugen und zum ordnungsgemäßen Erwerb zu motivieren. Zu diesem Zweck ist auch der Flyer „Reiten im Kreis Recklinghausen“ aufgelegt worden, der kurz und knapp über die wesentlichen Regelungen wo und wie geritten werden darf, informiert.

Hier ist der Flyer online abrufbar:
http://www.kreis-re.de/dok/Formulare/70/Reitkennzeichen.pdf

Nähere Informationen und ein Online-Antragsformular gibt es im Netz unter www.kreis-re.de (Stichwort: Reitkennzeichen).

  • Das Kennzeichen mit der jeweiligen Jahresplakette gilt unabhängig vom Zeitpunkt des Erwerbs immer nur für ein Kalenderjahr. Es wird nach dem 31. Dezember des jeweiligen Jahres ungültig und muss für das Folgejahr neu beantragt werden.

**Zu den Reiterhöfen zählen alle diejenigen Einrichtungen, die für die Bereitstellung von Reitpferden an Dritte mittelbar oder unmittelbar Entgelte erzielen. Dazu gehören neben den so benannten Einrichtungen auch Beherbergungsunternehmen oder Reitervereine, die Pferde für ihre Gäste oder Mitglieder bereithalten und an diese gegen Entrichtung eines entsprechenden Entgelts – sei es in Form eines mit dem Beherbergungsunternehmen gesondert vereinbarten oder im Pensionspreis bereits enthaltenen Mietpreises oder in Form eines von einem Reiterverein erhobenen erhöhten Mitgliedsbeitrages oder einer gesonderten Nutzungsgebühr – vermieten.

79 Prozent der Gebäude verfügen über eine Zentralheizung

In Nordrhein-Westfalen verfügten im Jahr 2011 insgesamt 3 087 272 Gebäude mit Wohnraum über eine Zentralheizung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt auf Basis des Zensus 2011 mitteilt, waren das 79,1 Prozent der insgesamt 3,9 Millionen Häuser an Rhein und Ruhr. In 17 079 Gebäuden mit Wohnraum war keine Heizung installiert (0,4 Prozent).

Die Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus 2011 ergab darüber hinaus, dass ein Prozent der Gebäude mit einer Blockheizung ausgestattet waren. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen wird sehr unterschiedlich für die nötige Wärme gesorgt: Die Gemeinde Selfkant im Kreis Heinsberg hatte den höchsten Anteil an Gebäuden mit einer Zentralheizung (94,2 Prozent).

Auf den weiteren Plätzen folgten die Gemeinde Waldfeucht, ebenfalls im Kreis Heinsberg, mit 93,6 Prozent und Verl im Kreis Gütersloh mit 93,1 Prozent. Hürth im Rhein-Erft-Kreis hingegen hatte den niedrigsten Anteil an Zentralheizungen (45,4 Prozent); gleichzeitig weist Hürth landesweit den höchsten Anteil an Gebäuden mit Fernheizung auf (43,7 Prozent). Über keine Heizung verfügten 2011 in Hopsten im Kreis Steinfurt insgesamt 4,7 Prozent aller Gebäude mit Wohnraum; dies war der höchste Wert in NRW.

Auf den weiteren Plätzen folgten Herten im Kreis Recklinghausen (2,5 Prozent) und Gelsenkirchen (2,4 Prozent). Blockheizungen, die im Zusammenhang mit der Energiewende oft als zukunftsweisend bezeichnet werden, waren am häufigsten in Espelkamp (Kreis Minden-Lübbecke) mit 5,6 Prozent und Heek (Kreis Borken) mit 4,6 Prozent installiert. Auch Köln, die einzige Millionenstadt NRWs, hatte mit 3,5 Prozent einen überdurchschnittlichen hohen Anteil an Blockheizungen. (IT.NRW)

Recklinghausen leuchtet

Zum achten Mal werden in diesem Jahr vom 25. Oktober bis zum 10. November Gebäude und Orte in Recklinghausens Altstadt angestrahlt.

45 Standorte werden täglich ab 19 Uhr in verschiedenen Farben illuminiert und bis Mitternacht Licht in die Straßen und Gassen der Stadt bringen. Die RWE-Route markiert durch farbig leuchtende Straßenlaternen den Weg durch die Altstadt, kostenlose Stadtführungen werden angeboten und ein international gefragter Künstler und Musikproduzent wird vor dem Rathaus auflegen: In diesem Jahr können sich die Besucher auf ein umfangreiches Programm und einige exklusive Spezialitäten freuen.

Offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Wolfgang Pantförder ist am Freitag, 25. Oktober, um 19 Uhr. Die erste in der Region einzigartige 3D-Videoprojektion, bei der das Rathaus als Leinwand dient, findet im Anschluss statt. Das historische Thema der bunten Projektion in diesem Jahr ist „Brauereien und Brennereien“. Die Show ist an allen drei Wochenenden freitags bis sonntags jede volle Stunde von 19 bis 22 Uhr zu sehen.

„Unsere beliebte Veranstaltung ‚Recklinghausen leuchtet‘ findet in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt“, sagt Bürgermeister Wolfgang Pantförder. „Und wir haben es bisher jedes Mal geschafft, eine ganz besondere Atmosphäre in den Gassen der Altstadt zu erzeugen. Jedes Jahr gibt es etwas Neues zu entdecken und ich freue mich schon sehr darauf, wieder durch die Straßen zu schlendern und an verschiedenen Stellen die einmalige Atmosphäre unserer leuchtenden Stadt auf mich wirken zu lassen.“

Für Besucher von außerhalb, also für die, die sich nicht so gut in der Altstadt auskennen wie der Bürgermeister, und für alle Interessierten bietet die Stadt täglich ab 19 Uhr kostenlose Stadtführungen an. Startpunkt ist das Rathaus, vor dem auch das RWE-Informationszelt steht, in dem Anmeldungen zu Führungen täglich ab 17 Uhr angenommen werden.

Und wer in diesem Jahr an der Bratwurst- und Glühweinbude der Kanzlei Dr. Strutz etwas isst oder trinkt, der tut damit gleichzeitig etwas Gutes: Die Einnahmen kommen dem Kinderschutzbund Recklinghausen e.V. zu. Auch die Kieferorthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. Dr. Hoppe und Partner bietet am Donnerstag, 7. November, ab 18 Uhr Grillwürstchen und Getränke an. Der Erlös kommt der von der Praxis vor zehn Jahren gegründeten Zahnstation in Manila zugute.

Eine ganz besondere Überraschung hat sich die Gaststätte „Boente“ zum diesjährigen Thema „Brauereien und Brennereien“ einfallen lassen. Die Hausbrauerei braut extra für die Veranstaltung „Recklinghausen leuchtet“ ein eigenes, auf 1000 Flaschen streng limitiertes Bier: das „Recklinghäuser Export“. Auch die Kornbrennerei Dörlemann brennt für „Recklinghausen leuchtet“ passend zum Thema einen limitierten Orangenlikör: die „Flammende Orange“. Beide limitierten Spezialitäten sind im RWE-Infozelt, an den Getränkeständen vor dem Rathaus und in ausgewählten Gastronomien erhältlich.

Auch musikalisch hat die leuchtende Stadt in diesem Herbst einiges zu bieten. Der Männergesangsverein „Concordia Grullbad“ und der „Chorale des Mineurs Polonais“ aus der Partnerstadt Douai singen am Samstag, 26. Oktober, von 17.45 bis 18.45 Uhr vor dem Rathaus. Außerdem legt der international erfolgreiche und gefragte Künstler und Produzent Moguai am Dienstag, 29. Oktober, ab 20 Uhr vor dem Rathaus auf. Schon in den vergangenen beiden Jahren wurde der Recklinghäuser gefeiert.

Jedes Jahr zieht „Recklinghausen leuchtet“ zahlreiche Besucher an. Besonders für Hobbyfotografen sind die leuchtenden Gebäude ein willkommenes Motiv. In diesem Jahr können sich ambitionierte Fotografen von einem Profi Tipps abholen. Die Volkshochschule bietet am 5. und 6. November sowie am 8. und 9. November gegen eine Gebühr von 23 Euro einen zweitägigen Kurs zum Fotografieren bei Nacht an. Der Fotodesigner Joachim Bachmann begleitet am ersten Abend die Teilnehmer auf einem Rundgang durch die Stadt und gibt Tipps zum Fotografieren mit Stativ. Am zweiten Abend werden die Bilder besprochen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Anmeldungen werden unter Tel. 02361/50 20 00 entgegengenommen.

Am Freitag, 8. November, können Besucher bis 21 Uhr einkaufen. Die Geschäftsleute der Stadt, von denen auch einige ihre Häuser auf eigene Kosten anstrahlen lassen, laden zum Bummeln und Einkaufen ein.

Zum Abschluss ist auch in diesem Jahr ein besonderes Licht-Spektakel geplant. Ein großes Feuerwerk, das von der Firma Hella gesponsert wird, soll den Himmel über Recklinghausen zum Leuchten bringen. Am Sonntag, 10. November, soll ab 21.30 Uhr die erste Rakete in die Luft steigen.

Zu den 45 Gebäuden, die stimmungsvoll beleuchtet werden, gehören neben der „Alten Apotheke“, der beliebten Stadtmauer, der alten Seilerei und dem Gymnasium Petrinum auch der Rohbau der Recklinghausen Arcaden. Organisiert wird „Recklinghausen leuchtet“ von fünf Kooperationspartnern: der Stadt Recklinghausen, der Werning Theatertechnik, RWE, der Veranstaltungsagentur Prinz und dem Medienhaus Bauer.

Im Überblick: 45 Gebäude und Orte werden vom 25. Oktober bis zum 10. November angeleuchtet. Eröffnung ist am Freitag, 25. Oktober, um 19 Uhr am Rathaus. An allen drei Wochenenden finden Rathausprojektionen zum Thema „Brauereien und Brennereien“ zur jeden vollen Stunde von 19 bis 22 Uhr statt. Kostenlose Führungen gibt es täglich ab 19 Uhr. Am 26. Oktober singen Chöre von 17.45 bis 18.45 Uhr auf dem Rathausplatz. Der beliebte Künstler und Musikproduzent Moguai legt am 29. Oktober ab 20 Uhr vor dem Rathaus auf. Für Hobbyfotografen werden am 5. und 6. November sowie am 8. und 9. November Fotokurse von der VHS angeboten. Am 8. November haben die Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet. Das Abschlussfeuerwerk steigt am Sonntag, 10. November, ab 21.30 Uhr in den Himmel.

Weitere Informationen sind auf www.recklinghausen.de sowie unter www.re-leuchtet.de zu finden.

Eine interaktive Karte zu „Recklinghausen leuchtet“ finden Sie hier. Eine weitere Übersicht über die einzelnen beleuchteten Gebäude gibt es hier.

Hier gibt’s den Routenplan zum Herunterladen