Schlagwort-Archiv: Handwerk

„Meister.Werk.NRW“

Mit „Meister.Werk.NRW – Nähe • Verantwortung • Qualität“ möchte Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel besondere Leistungen des Bäcker- und Fleischerhandwerks auszeichnen. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2014. Minister Remmel ruft deshalb noch einmal alle Betriebe aus dem Fleischer- und Bäckerhandwerk auf, an dem Wettbewerb teilzunehmen.

„Das Lebensmittelhandwerk ist eine tragende Säule in NRW; nicht nur, weil es die meisten Betriebe der Lebensmittelverarbeitung ausmacht und die handwerkliche Produktion bewahrt“, so Remmel. „Das Lebensmittelhandwerk ist maßgeblich an einer Steigerung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Mehrwerten in den vielen unterschiedlichen Regionen unseres Landes beteiligt. Es schafft regionale, kulinarische Produkte von hoher Qualität, die Identität und Heimat vermitteln. Es sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze, fördert die Zusammenarbeit innerhalb einer Region zum Aufbau stabiler Wertschöpfungsketten und ist ein wichtiger Nahversorger vor allem in ländlichen Regionen.“

Mit der Auszeichnung „Meister.Werk.NRW“ möchte Minister Remmel all diese Leistungen anerkennen und die Leistungen des Lebensmittelhandwerks stärker in der öffentlichen Wahrnehmung verankern: „Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, was sie kaufen, woher die Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Vor allem regional erzeugte Lebensmittel gewinnen daher immer mehr an Bedeutung. Handwerkliche Lebensmittelherstellung ist mehr, als ‚nur’ die Zutaten zusammenzurühren. Dahinter verbirgt sich profundes Wissen und lange Tradition.“

Die Auszeichnung „Meister.Werk.NRW“ wird an Bäcker- und Fleischerhandwerksbetriebe verliehen, die sich um besondere Qualität bemühen. Dabei geht es darum, Betriebe zu ehren, die hochwertige handwerkliche und regionale Produkte herstellen und dabei auf Attribute achten wie gerechte Bezahlung, Ausbildung von Gesellen, sorgfältige Auswahl von Rohstoffen und regionale Verankerung. Die Kriterien wurden gemeinsam mit den Bäckerverbänden und dem Fleischerverband NRW erarbeitet. Die Verbände übernehmen als Partner und Mitinitiator auch die Organisation und beantworten alle Fragen zum Bewerbungsablauf.

Die Bewerbungsunterlagen können auf den Internetseiten der beteiligten Verbände geladen oder bei diesen telefonisch bestellt werden.

Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks
Stromstraße 41, 40221 Düsseldorf
www.biv-rheinland.de

Bäckerinnungs-Verband Westfalen-Lippe
Bergstraße 79-81, 44791 Bochum
www.biv-wl.de

Fleischerverband Nordrhein-Westfalen
Rosenstr. 20, 40479 Düsseldorf
www.fleischer-nrw.de

Rettung für Zerbrochenes

Splitter, Knirsch, Pling…. Schnell ist es passiert: Das edle Glas hat einen Sprung. Die Obstschale ist entzwei, ein Erbstück nur noch ein Scherbenhaufen. Die Glasklinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bietet regelmäßig Hilfe. Am Sonntag, 10. November, von 10 bis 17 Uhr ist es wieder soweit. Besucher können ihre beschädigten Lieblingsstücke in der Schleiferei im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim von Glasgraveur Heikko Schulze Höing prüfen und gegen geringes Entgelt reparieren lassen.

Heikko Schulze Höing kuriert beschädigte Gläser. Foto: LWL/ Holtappels
Heikko Schulze Höing kuriert beschädigte Gläser.
Foto: LWL/ Holtappels

Nach fachkundiger Begutachtung entscheidet der Graveur, wie er vorgehen wird. Dazu muss er zum Beispiel Materialeigenschaften, Auswirkungen der Bearbeitung und chemische Qualitäten der Glaskleber erwägen.

Üblicherweise schleift Schulze Höing zunächst die Bruchkanten des zerbrochenes Glases und klebt die Teile anschließend wieder zusammen. Ein Erhitzen des beschädigten Glases ist nicht möglich, weil es seine Form im Ofen verlöre. Nicht alle Schäden können behoben werden.

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
Karte und Routenplaner

Kunsthandwerk auf Zeche Zollern

Unter dem Motto „Kunst Hand Werk – Markt für schöne Dinge“ lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag, 9. November, und Sonntag, 10. November, zum Kunsthandwerkermarkt in sein Industriemuseum Zeche Zollern nach Dortmund ein.

Typisch Ruhrgebiet: dieses "Fensterrausguckkissen" war im letzten Jahr ein Renner auf dem Kunsthandwerkermarkt auf der Zeche Zollern. Foto: LWL
Typisch Ruhrgebiet: dieses „Fensterrausguckkissen“ war im letzten Jahr ein Renner auf dem Kunsthandwerkermarkt auf der Zeche Zollern. Foto: LWL

Über 50 Aussteller aus ganz Deutschland präsentieren ihre Arbeiten im besonderen Ambiente der historischen Zechenwerkstatt sowie in der Lohnhalle. Das Spektrum reicht von Holz- und Glasarbeiten über Steinskulpturen, Schmuck und Taschen bis hin zu Papierwaren. Auch Kunsthandwerk aus dem Ruhrgebiet wie „Pottlappen“ und Accessoires aus Grubenhemdstoff gibt es an den Ständen. Nach der Premiere im letzten Jahr sind erneut Aussteller dabei, die Wohlriechendes und Leckeres für Leib und Seele wie Gewürze, Senf, Stollen und Seifen anbieten.

„Wer auf der Suche nach individuellen und ausgefallenen Geschenken ist, für den ist bei dem breiten Angebot bestimmt etwas dabei“, erklärt LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus.

Der Markt für schöne Dinge ist am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, das Museum ist wie gewohnt ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist an beiden Tagen kostenlos. Eine Übersicht über die Aussteller unter www.lwl-industriemuseum.de.

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Karte und Routenplaner

Mehr als eine Million Tonnen Brot und Brötchen hergestellt

Im Jahr 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen nahezu 1,2 Millionen Tonnen Brot und Brötchen industriell hergestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anlässlich des „Tages des deutschen Butterbrotes“ (27. September 2013) mitteilt, konnte die Produktion gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent gesteigert werden. Im Vergleich zum Jahr 2002 (890 000 Tonnen) erhöhte sich der Output um fast ein Drittel (+31,7 Prozent). Die in Nordrhein-Westfalen produzierte Menge an Brot und Brötchen hatte 2012 einen Absatzwert von 2,25 Milliarden Euro (+4,9 Prozent gegenüber 2011).

In ganz Deutschland wurden Brote und Brötchen im Gesamtwert von 9,29 Milliarden Euro (+4,6 Prozent) hergestellt. Nahezu ein Viertel (24,0 Prozent) der knapp fünf Millionen Tonnen deutschen Brotes wurden in nordrhein-westfälischen Betrieben produziert.

In dieser Statistik werden nur Angaben von Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten erfasst. Kleinere Betriebe (sowie in Privathaushalten gebackene Brote und Brötchen) wurden bei den Ergebnissen nicht berücksichtigt.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, zogen die Preise für Brot und Brötchen (+2,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr (August 2012) stärker an als der Verbraucherpreisindex insgesamt (+1,6 Prozent). Dabei waren die Preiserhöhungen je nach betrachteter Brotsorte unterschiedlich stark: Knäcke- (+7,5 Prozent) und Toastbrot (+7,2 Prozent) verteuerten sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich, während die Teuerung bei Roggen- oder Mischbrot (+1,2 Prozent) und frischen Brötchen (+1,4 Prozent) relativ moderat war. (IT.NRW)