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Land schärft die Forschungsprofile von NRW-Fachhochschulen

Der Förderwettbewerb FH STRUKTUR geht in die nächste Runde. Auch diesmal können sich FH-Forscherteams bewerben, die fachübergreifend an besonders zukunftsweisenden Fragestellungen forschen und einen Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Energie- und Ressourcenknappheit oder demographischem Wandel liefern. „Mit 36 Projekten aus den vorangegangenen zwei Ausschreibungsrunden und der neuen Förderphase des Programms bekommt die Forschung an Fachhochschulen neuen Schwung“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Das Förderprogramm ist darauf ausgerichtet, der Forschung an Fachhochschulen Impulse für neue Forschungsansätze zu geben. Dafür sollen die Hochschulen fächerübergreifende Forschungsschwerpunkte einrichten. „Wir stärken die Forschungsprofile der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen. Die Förderprojekte sind Ausgangspunkt langfristiger Forschungsstrukturen, aus denen größere nationale oder internationale Forschungsverbünde entstehen sollen“, betonte Ministerin Schulze.

Gefördert werden Schwerpunkte, die eng mit Unternehmen, öffentlichen oder privaten Einrichtungen und Organisationen sowie mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen kooperieren und in die regionale und überregionale Wirtschafts- und Sozialstruktur eingebunden sind. Im Rahmen von FH STRUKTUR ist eine Förderung in Höhe von bis zu 240.000 Euro je Forschungsschwerpunkt möglich. Bis 2017 sind insgesamt drei Millionen Euro als Fördersumme eingeplant.
Anträge können bis zum 15. Juni 2015 durch die Hochschulleitungen im Ministerium eingereicht werden. Antragsberechtigt sind die staatlichen und die staatlich anerkannten Fachhochschulen des Landes.

Weitere Informationen und Musterdokumente finden sich unter: http://www.wissenschaft.nrw.de/fh-struktur

Ministerin verteidigt Rektorenbezüge

Unmittelbar nach Veröffentlichung der individualisierten Vergütungsdaten aller nordrhein-westfälischen Hochschulleitungen auf den NachdenkSeiten im Internet hatte das Wissenschaftsministerium eine interne dienstliche Prüfung eingeleitet und dienstliche Erklärungen von allen an der Erhebung der Vergütungsdaten beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingefordert. Über den aktuellen Stand der internen Prüfung informierte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei einer Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses im Landtag: „Wir haben bislang keine Anhaltspunkte, dass Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Ministeriums die jetzt im Internet veröffentlichten Dokumente weitergegeben haben. Gleichwohl hat mein Haus Kontakt zur Staatsanwaltschaft aufgenommen. Gestern haben wir dann bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet“, sagte Wissenschaftsministerin Schulze. „Ich bedauere überaus, dass die individuellen Gehaltsdaten der Hochschulleitungen ohne deren Wissen und Einverständnis bekannt geworden sind. Ich werde mich nicht an einer Empörung über die Gehaltsstrukturen beteiligen. Wir sind in einem harten Wettbewerb um die besten Köpfe – und das spiegelt sich auch in den Gehältern. Sowohl die Höhe als auch die Entwicklung der Gehälter der Rektoren und Kanzler sind rechtmäßig zustande gekommen“, so Schulze.

Das Ministerium prüft den Vorgang sowohl dienstrechtlich als auch unter presserechtlichen Aspekten. Die presserechtliche Prüfung des Sachverhalts hatte ergeben, dass das Land Nordrhein-Westfalen keine Möglichkeiten hat, gegen die erfolgten Veröffentlichungen erfolgreich vorzugehen. Am Dienstag (25. Februar) hatte das Ministerium Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen Unbekannt erstattet. Bereits zuvor war Kontakt zur Staatsanwaltschaft aufgenommen worden. „Wir werden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit Nachdruck unterstützen und alle uns verfügbaren Informationen offenlegen. Wir haben größtes Interesse an der Aufklärung der Indiskretion“, sagte die Wissenschaftsministerin im Ausschuss.

Das Ministerium hatte die Daten bei den Hochschulen erheben müssen, um Anfang 2013 eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Piraten (Landtags-Drucksache 16/1497) beantworten zu können. Aus Gründen des Schutzes personenbezogener Daten wurden in der Beantwortung der Kleinen Anfrage die Vergütungshöhen in anonymisierter und kumulierter Form widergegeben.

Gesundheitsberufe stellen sich vor

Gesundheitsberufe stellen sich vor Bildungsakademie UK Essen

Gesundheitsberufe stellen sich vor. Foto: Bildungsakademie UK Essen

Wie funktioniert eine Wiederbelebung?

Wie funktioniert eine Wiederbelebung? Was ist auf einem Röntgenbild zu sehen? Wie unterscheidet sich der Beruf des Physiotherapeuten von dem eines Masseurs und medizinischen Bademeisters? Diese und weitere Fragen rund um die Ausbildung im medizinischen Umfeld beantworten Auszubildende sowie Lehrerinnen und Lehrer der Gesundheitsschulen am Universitätsklinikum Essen den Besuchern beim „Tag der offenen Tür“. Am 29. Januar können Interessierte am Universitätsklinikum Essen typische Tätigkeiten von insgesamt zehn Gesundheitsberufen ausprobieren und sich über den Ablauf der Ausbildung und berufliche Möglichkeiten informieren.

In der Gesundheitsbranche können junge Menschen zahlreiche interessante Ausbildungsberufe ergreifen. Viele davon bieten die Gesundheitsfachschulen am Universitätsklinikum Essen an: „Zurzeit bereiten wir hier rund 550 Auszubildende auf ihren künftigen Beruf im Krankenhaus oder anderen Gesundheitseinrichtungen vor. Besonderen Wert legen wir darauf, dass die theoretisch erlernten Kenntnisse im praktischen Teil der Ausbildung umgesetzt werden können. Das wollen wir am ‚Tag der offenen Tür’ verdeutlichen“, erläutert Eva-Maria Nilkens, Leiterin der Bildungsakademie am Universitätsklinikum Essen.

Der „Tag der offenen Tür“, der am 29. Januar 2014 von 10 bis 15 Uhr in den Gesundheitsfachschulen am Hohlweg 18 und 20 stattfindet, richtet sich vor allem an diejenigen, die in naher Zukunft eine Berufsausbildung beginnen möchten. Entsprechend erhalten die jungen Menschen hier Informationen zum Ablauf der Ausbildung und können typische Tätigkeiten der zu erlernenden zehn Berufe ausprobieren. Dazu gehören Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz, Diätassistenz, Logopädie, Masseur und medizinischer Bademeister, Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz, Medizinisch-technische Radiologieassistenz, Physiotherapie sowie Operationstechnische Assistenz.

Neben dem persönlichen Kontakt mit Lehrerinnen und Lehrern bekommen die Besucher auch umfassende Informationen über das Bewerbungsverfahren und die jeweiligen Berufsperspektiven: „Neben der Berufsberatung können an einer Ausbildung Interessierte am ‚Tag der offenen Tür’ zum Beispiel direkt ihre Bewerbung bei uns abgeben. Und nach dem Abschluss der Ausbildung haben sie als Neueinsteiger und auch später exzellente Berufspers­pektiven“, so Eva-Maria Nilkens abschließend.

Mehr Informationen finden Sie unter www.uk-essen.de/bildungsakademie.

Mit Sport zum Abitur

Kreis Viersen. Ein Leistungskurs mit fünf Stunden Sport pro Woche, moderne Sportstätten für Individual- und Mannschaftssport, ein attraktiver Schulcampus mit Cafeteria sowie ein kompetentes und motiviertes Team. Dies sind nur einige Gründe, die für den Bildungsgang „Freizeitsportleiter/in“ am Schulstandort des Rhein-Maas Berufskollegs in Willich sprechen. Sportliche Interessenten/innen, die über die Fachoberschulreife mit Qualifikation verfügen, können sich bis Ende März an allen Standorten des Rhein-Maas Berufskollegs anmelden. Am Kolleg in Willich an der Schiefbahner Straße 4 können die Schüler innerhalb von drei Jahren die allgemeine Hochschulreife erwerben.

Das Angebot ist im Kreis Viersen völlig neu. „Es spricht für unsere Bildungslandschaft im Kreis Viersen, dass sportlich ambitionierte junge Leute nun an unserem Berufskolleg Sport-Abi machen können“, sagt Landrat Peter Ottmann. Dem Kreis Viersen sei es ein ureigenes Anliegen, der großen Nachfrage auf diesem Sektor nachzukommen und ein Angebot zu schaffen. Das Modell eines beruflichen Gymnasiums praktizieren die Kreis Viersener Berufskollegs bereits seit Jahren erfolgreich, zuletzt in den Sparten Wirtschaft, Gesundheit sowie Erziehung & Soziales. Ottmann: „Nun ist das Angebot mit ,Sport‘ komplettiert. Darauf haben viele junge Leute gewartet.“

Bildungs-Dezernent Ingo Schabrich ist ebenfalls der Überzeugung, dass dieser neue Abi-Gang den Kreis Viersen voranbringt und den Bildungsstandort stärkt. Der Freizeitsportleiter am Schulort Willich sei nicht nur für die Kreis Viersener – insbesondere im westlichen Teil des Kreisgebietes – eine Option, sondern auch für den interessierten sportbegeisterten Nachwuchs in Mönchengladbach und im Kreis Kleve. Schabrich: „Damit sind wir für die Region gut unterwegs und stellen uns den Erfordernissen eines modernen und auf die Zukunft ausgerichteten Standorts.“ Das Sport-Abi am Berufskolleg in Willich sei eine „gute Alternative“.
„In vielen Bereichen, ob Fußball, Vereinssport oder Golf, ob Fitness-Training oder ein Studium an der Sporthochschule – mit dem neuen Bildungsgang eröffnen sich beste Perspektiven und Top-Berufsaussichten in einem wachsenden Markt. Der neue Bildungsgang ist eine hervorragende Ergänzung unseres bisherigen Angebotes“, sagt Schulleiter Dr. Hans-Joachim Kornblum. Rhein-Maas besuchen rund 3700 Schülerinnen und Schüler. Beim Freizeitsportleiter handelt es sich laut Kornblum um den 51. Bildungsgang, der an dem Berufskolleg angeboten wird.

„Der Schulort bietet ideale Voraussetzungen für den Freizeitsportleiter“, sagt Annett Richter, die Leiterin der Dependance Willich des Berufskollegs Rhein-Maas. Mit modernen Sportanlagen, einer großen Turnhalle sowie dem Schwimmbad De Bütt in direkter Nachbarschaft sei der Standort Willich für sportbegeisterte junge Leute „ein Paradies“. Von Vorteil sei auch die gute Vernetzung mit den örtlichen Sportvereinen.

„Viele Schüler werden die Ausbildung zur Vorbereitung auf Berufe wie Diplom-Sportlehrer, Physiotherapeut, Diplom-Biologe oder Fitness-Fachwirt nutzen“, sagt der künftige Bildungsgangleiter Christian Kirwa. Wer sich in Willich einschreibt, sollte uneingeschränkt sporttauglich sein. Der Unterricht findet im Klassenverband statt, wöchentlich sind es zwischen 32 und 34 Unterrichtsstunden. Idealerweise möchte Willich für den Freizeitsportleiter zwei Klassen anbieten. Am Ende der Jahrgangsstufe 13 erfolgt die Abi-Prüfung in den Leistungskursen Biologie und Sport, in einem Grundkursfach schriftlich und in einem weiteren Grundkursfach mündlich. Ansonsten ähnelt der Fächerkanon dem eines normalen Gymnasiums. Es gibt beispielsweise Mathematik, Englisch, Deutsch, Geschichte, Religion, Gesellschaftslehre.

Zum Hintergrund:
Aufgrund der großen Nachfrage beabsichtigt der Kreis Viersen seit längerem, einen Bildungsgang Freizeitsportleiter an seiner Berufsschule zu installieren. Das Schuldezernat hat nun grünes Licht von der Bezirksregierung, zu Beginn des Schuljahres 2014/15 den neuen Bildungsgang am Schulstandort Willich anzubieten, wenn es genügend Anmeldungen aus dem Einzugsgebiet der Schule gibt.

Info/Termine/Kontakt:
Informationen unter Telefon 02154/3326 oder sekretariat@rmbk.de oder www.rmbk.de
Zusätzliche Beratungstermine werden am 10.03.14 und 24.03.14 jeweils um 18 Uhr am Berufskolleg in Willich angeboten, Schiefbahner Straße 4.

Link:
www.rmbk.de