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Der Erfinder der NIVEA-Creme

"Werbung für Nivea" © Jüdisches Museum Westfalen
„Werbung für Nivea“ © Jüdisches Museum Westfalen

Oscar Troplowitz –
Sozialer Unternehmer und Kunstmäzen

Dorsten. Das Rezept ist einfach: Wasser, Öl und Eucerit als Emulgator und schon lässt sich eine weiße Creme herstellen. Aus dem lateinischen Wort niveus = schneeweiß lässt sich ein einprägsamer Name ableiten: NIVEA. Was so einfach und logisch klingt, muss aber erst einmal erdacht resp. erfunden werden. Der Mann, der nicht nur die Zutaten zusammengefügt hat, sondern dem auch noch ein griffiger Name für das Produkt einfiel, hieß Oscar Troplowitz. Ihm ist diese Ausstellung gewidmet.

"Werbetafel" © Jüdisches Museum Westfalen
„Werbetafel“ © Jüdisches Museum Westfalen

Wer war dieser Mann, der zwar vielfältige Spuren hinterlassen hat, dessen Name selbst in seiner Heimatstadt Hamburg nur noch wenigen Experten bekannt ist? Heute trifft man in der Hamburger Kunsthalle auf seinen Namen, der er als Kunstmäzen und Kunstsammler eine Reihe in Hamburg ansässige junge Künstler durch Auftragsvermittlung, aber auch durch Ankäufe gefördert hat. Nach seinem frühen Tod fanden sich etwa 180 Kunstwerke in seinem Besitz, von denen viele testamentarisch der Hamburger Kunsthalle zufielen. Begonnen hatte Oscar Troplowitz sein am Allgemeinwohl ausgerichtetes Wirken auf sozialem Gebiet in seiner eigenen Firma.

Geboren wurde Oscar Troplowitz 1863 im schlesischen Gleiwitz. Die jüdische Familie ist nicht wohlhabend, der Vater ein Maurermeister. Dieser ist es auch, der den Sohn drängt, die Schule mit der Realschulreife zu verlassen, um eine Apothekerausbildung zu machen. So absolviert er in Breslau eine Apothekerlehre und arbeitet in den nächsten drei Jahren in Berlin und bei seinem Onkel Gustav Mankiewicz in Posen als Apothekergehilfe. Dann kann er doch noch studieren, zunächst Pharmazie in Breslau, schließt dort mit dem Staatsexamen ab, holt sein Abitur nach und zu Professor Robert Bunsen nach Heidelberg, um zwei Jahre später in den Fächern Chemie, Physik und Allgemeine Botanik zum Dr. phil. promoviert zu werden. Nach dem einjährigen Militärdienst kehrt zu zurück nach Posen zu seinem Onkel und verlobt sich 1890 mit dessen Tochter Gertrud.

Noch im selben Jahr entdeckt er die Anzeige von Paul Carl Beiersdorf, der seine kleine Fabrik und sein Lager chemisch-pharmazeutischer Materialien in Altona verkaufen möchte. Mit von seinem Onkel geliehenem Geld kauft er den Betrieb. Anders als Beiersdorf, der sich mehr als Forscher und weniger als Unternehmer sah, engagierte sich Troplowitz von Anfang an stark in der Werbung und pflegte enge Kundenkontakte.

Es beginnt ein rasanter Aufstieg von einer kleinen Fabrik zu einem großen Unternehmen. Die Umstellung auf maschinelle Produktionsverfahren steigert nicht nur die Produktion, sondern ermöglicht auch eine Erweiterung des Angebots. Es wird mehr Personal eingestellt und das Unternehmen sukzessive vergrößert. Inzwischen hat Troplowitz den Firmensitz von Altona nach Hamburg-Eimsbüttel verlegt, wo übrigens auch heute noch die Firmenzentrale ihren Sitz hat.

Hier entwickelte Oscar Troplowitz in den kommenden Jahren die Produkte, die das Unternehmen groß und ihn wohlhabend gemacht haben. Es beginnt mit Cito, einem Vorläufer der Klebebänder. Dann folgen Erfindungen wie Leukoplast, Pebeco, die NIVEA-Seife und das Lassoband, die Rasierseife Atrix und schließlich 1911 die NIVEA-Creme.

Schon in seiner Jugend hegte Oscar Troplowitz eine Leidenschaft für das Kreative. Er wäre gern Architekt oder Künstler geworden, entschied sich aber wegen des Widerstands seiner Eltern für die Apothekerausbildung. Seinen Traum, wie ein Künstler oder Architekt Bleibendes zu schaffen, gab er nicht auf. Als Geschäftsmann konnte er ihn realisieren.

Oscar Troplowitz war ein Mann, der den sozialen Ausgleich anstrebte, und im Gegensatz zu vielen Unternehmern seiner Zeit ließ er sich das in seinem Unternehmen auch etwas kosten. So gewährte er seinen Arbeitern drei Tage bezahlten Urlaub im Jahr, zur damaligen Zeit eine weithin unübliche Sozialleistung. Dabei gefiel sich Troplowitz nicht in der oft üblichen Rolle des fürsorglichen Patriarchen, sondern betonte stets, dass seine Mitarbeiter einen legitimen Anspruch auf solche Leistungen hätten. Troplowitz ließ seine Angestellten von Anfang an am steigenden wirtschaftlichen Erfolg teilhaben. Die zunächst auch bei ihm übliche Wochenarbeitszeit von 60 Stunden reduzierte er ab 1892 in kleinen Schritten auf zunächst 56 Stunden/8 (freier Samstagnachmittag), um 1900 sogar auf 52 Stunden, und das, ohne dass seine Mitarbeiter auf Einkommen verzichten mussten. 1912 war die Wochenarbeitszeit in seiner Firma auf 48 Stunden gesunken. Die meisten produzierenden Unternehmen führten den 8-Stundentag erst nach 1918/19 ein. Ab 1912 bot er seiner Belegschaft ein kostenloses Mittagessen an.

Sein soziales Engagement wollte Oscar Troplowitz nicht nur auf sein Unternehmen schränkt wissen, sondern suchte auch nach Möglichkeiten, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Von 1904 an war er Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft. Hier und als ehrenamtliches Mitglied der Baudeputation wirkte er u.a. an den großen Veränderungen Hamburgs mit. Die alten Elendsquartierte verschwanden und neue Viertel entstanden. Troplowitz gehörte als Fabrikant und Kommunalpolitiker zu den Motoren dieser epochalen Veränderung.

Oscar Troplowitz kann hier in einer Reihe mit Albert Ballin, dem Chef der Hapag, den Bankiers Max und Moritz Warburg und Emil Wohlwill, der die Norddeutsche Affinerie zu einer Weltfirma machte, genannt werden. Sie waren es, die ihrer Stadt Hamburg viele Arbeitsplätze und einen neuen, bisher nicht gekannten Wohlstand verschafften.

Die Ausstellung wird am 16. März um 11:00 Uhr eröffnet und ist bis zum 17. August 2014 zu sehen. Sie ist eine Kooperation mit dem Jüdischen Museum Rendsburg und der Beiersdorf AG Hamburg.

Wal-Ausstellung verlängert

Einzigartige Nachbildungen von lebensgroßen Walen beeindrucken die Besucher. Foto: LWL/Oblonczyk.
Einzigartige Nachbildungen von lebensgroßen Walen beeindrucken die Besucher. Foto: LWL/Oblonczyk.

300.000 Besucher haben die
Wal-Ausstellung schon gesehen

Riesige Tiere, riesiger Erfolg: Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), gratulierte jetzt dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu seinem 300.000sten Besucher in der Wal-Ausstellung nach einem Jahr und vier Monaten Ausstellungszeit. Aufgrund des Besuchererfolgs hatte das Museum die Ausstellung um fünf Monate bis zum 27. April verlängert.

Als Präsent überreichte Kirsch dem 300.000sten Besucher, Josef Wiglinghoff (56) aus Wadersloh, ein besonderes Andenken: Die Präparatoren des LWL-Museums fertigten extra für diesen besonderen Besucher den Abguss zweier Wale-Zähne an. Die Zähne stammen von dem Pottwal, der vor Pellworm angespült wurde und dessen Skelett in der Wal-Ausstellung zu sehen ist.

Josef Wiglinghoff aus Wadersloh (Bildmitte) löste die 300.000 Eintrittskarte für die Ausstellung "Wale - Riesen der Meere". LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (li.) und Museumsleiter Dr. Alfred Hendricks (re.) übergaben dem überraschten Besucher Geschenke. Foto: LWL/Oblonczyk
Josef Wiglinghoff aus Wadersloh (Bildmitte) löste die 300.000 Eintrittskarte für die Ausstellung „Wale – Riesen der Meere“. LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (li.) und Museumsleiter Dr. Alfred Hendricks (re.) übergaben dem überraschten Besucher Geschenke. Foto: LWL/Oblonczyk

Warum Josef Wiglinghoff mit seiner Gruppe ausgerechnet heute in das LWL-Museum für Naturkunde gekommen ist, erklärt der Überraschte freudig: „Wir sind von der Gärtnerei der Lebenshilfe in Hamm. Von den Erlösen unseres jährlichen Adventsbasars machen wir immer einen Ausflug und gehen essen. Wir wollten unbedingt die Wale-Ausstellung noch sehen, daher ging unser Ausflug diesmal nach Münster zu den Walen.“ Die Gruppe um Wiglinghoff wird von einer Museumspädagogin des LWL-Museums durch die Ausstellung geführt. Auf die Frage, wie er die Ausstellung bisher findet antwortete er: „Wahnsinn! Wenn man so die Fakten hört, das ist schon beeindruckend. Die Ausstellung ist absolut toll.“

Die Wale-Ausstellung in Münster ist ein großer Erfolg. Foto: LWL/Oblonczyk.
Die Wale-Ausstellung in Münster ist ein großer Erfolg.
Foto: LWL/Oblonczyk.

„Die Wal-Ausstellung übertrifft inzwischen alle Sonderausstellungen des LWL-Museums seit 1992. Nur die Dinosaurier-Ausstellung war mit 470.000 Besuchern erfolgreicher“, sagte Kirsch und dankte dem gesamten Museumsteam.

Museumsleiter Dr. Alfred Hendricks: „Unser Ziel war es, diese faszinierenden Giganten der Meere ins Landesinnere zu bringen und die Besucher in die Welt der Wale eintauchen zu lassen. Die jahrelange Arbeit hat sich gelohnt.“

Die Ausstellung „Wale – Riesen der Meere“ ist noch bis zum 27. April 2014 im LWL-Museum für Naturkunde zu sehen. Besucher können auf über 1.700 Quadratmetern die Lebensweise, Lebensräume und das Jagdverhalten der Wale kennenlernen und Wissenswertes zur Evolution und Fortpflanzung der Meeressäuger erfahren. Auch die Gefährdung und der Schutz der Wale werden in einer eigenen Abteilung in der Ausstellung thematisiert.
Ein begehbares Modell vom Herz eines Blauwals in PKW-Größe, lebensgroße Nachbildungen von Walen und Delfinen sowie Abgüsse von Urwalskeletten regen zum Staunen an. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet die Sonderausstellung ab.

Für den Abschluss der Ausstellung ist folgendes Rahmenprogram geplant:

WERKSTATTNACHMITTAG: BARTENWALE für Erwachsene mit Kindern
TERMIN: 05.04.2014 | BEGINN: 14.30 Uhr | DAUER: ca. 3 Stunden

FERIEN MIT MEERESRIESEN für Kinder ab 8 Jahre
TERMINE 1. KURS: 15.,16. und 17.04.2014, BEGINN: jeweils 14.30 Uhr
TERMINE 2. KURS: 23.,24. und 25.04.2014, BEGINN: jeweils 10.30 Uhr

WERKSTATTNACHMITTAG: ZAHNWALE für Erwachsene mit Kindern
TERMIN: 25.04.2014 | BEGINN: 14.30 Uhr | DAUER: ca. 3 Stunden

WERKSTATTNACHMITTAG: BARTENWALE für Erwachsene mit Kindern
TERMIN: 26.04.2014 | BEGINN: 14.30 Uhr | DAUER: ca. 3 Stunden

LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Karte und Routenplaner

Frauenschicksale in der Nachkriegszeit

Den Titel „´Egal, was kommt! Durch!´ – Überlebensstrategien ostwestfälischer und lippischer Frauen nach 1945“ trägt ein Referat, das Dr. Hans-Jörg Kühne am Mittwoch, 26. Februar, um 20.00 Uhr im Stadtarchiv Bielefeld (Kavalleriestraße 17, 2. Obergeschoss, Veranstaltungssaal SO2) hält.

Der Mann gefallen, verschollen oder in Kriegsgefangenschaft, das eigene Haus im Bombenkrieg zerstört, nagender Hunger und das Eintreffen zahlloser Flüchtlinge und Vertriebener, mit denen das Wenige, was übrigblieb, auch noch geteilt werden musste. So oder ähnlich lässt sich die Lebenssituation vieler ostwestfälischer und lippischer Frauen nach 1945 beschreiben. Dass sie angesichts dessen nicht resignierten und die Hände in den Schoß legten, sondern die Probleme angingen und lösten, gehört – aus heutiger Sicht – zu ihrer großen Lebensleistung.

Der Bielefelder Historiker Dr. Hans-Jörg Kühne befasst sich in seinem Vortrag mit dieser Zeit und ihren ganz besonderen Anforderungen. Außerdem sind mit Lore Wegener und Anneliese Vormbrock (beide Bielefeld) zwei Zeitzeuginnen eingeladen, die über diesen schweren und schwierigen Lebensabschnitt berichten und ihre damaligen, ganz eigenen Überlebensstrategien dem Publikum erklären werden.

Am Vortragstag ist die laufende Ausstellung „40 Frauen – Das Überleben organisieren. Ostwestfälische und lippische Frauenschicksale 1945-1949“ zusätzlich von 18.30 bis 19.45 Uhr geöffnet; ab 19.00 Uhr findet eine Führung statt (Eingang jeweils über die Kavalleriestraße 17).

Diese Ausstellung des Literaturzirkels OWL e.V. wird bis zum 10. März (montags von 14.00 bis 18.00 Uhr, dienstags bis freitags von 11.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 11.00 bis 14.00 Uhr) gezeigt.

Berthold Beitz – ein bewegtes Leben

Das Gemälde von Alexander Dettmar zeigt das Geburtshaus Berthold Beitz in Zemmin.
Das Gemälde von Alexander Dettmar zeigt das Geburtshaus Berthold Beitz in Zemmin.

Am 26. September 2013 wäre Berthold Beitz 100 Jahre alt geworden. Er starb am 30. Juli 2013, nur wenige Wochen vor seinem Geburtstag.

Nach Kriegsausbruch sandten ihn seine Arbeitgeber, die Deutsche Shell, in die polnischen Erdölfelder. Als Rüstungsdirektor sollte er die für die deutsche Kriegswirtschaft so wichtigen Rohölreserven ausbeuten. Nach zwei Stationen kam das Ehepaar Beitz im Juli 1941 in Boryslaw, einem Ort in der heutigen Ukraine, an. Dort wurden sie Zeugen brutaler Pogrome. Von Anfang an entschied sich Beitz für einen menschlichen und würdigen Umgang mit den jüdischen Zwangsarbeitern.

Als die Deportationen begannen, versuchte er möglichst viele seiner Arbeiterinnen und Arbeiter als unabkömmlich einzustufen und sie so vor der Verschleppung zu schützen bzw. stellte immer wieder neues Personal ein. So gelang ihm die Rettung einiger Hundert Menschen. Für diese Rettungsaktionen, bei denen das Ehepaar Beitz, auch seine Frau half mit, ihre Freiheit und sogar ihr Leben riskierten, ernannte sie die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu „Gerechten unter den Völkern“.

Das Bild zeigt die Lange Brücke von Stettin, gemalt von Alexander Dettmar. Stettin war eine der frühen beruflichen Stationen von Berthold Beit.
Das Bild zeigt die Lange Brücke von Stettin, gemalt von Alexander Dettmar. Stettin war eine der frühen beruflichen Stationen von Berthold Beit.

Nach Kriegsende lernte Berthold Beitz Alfried Krupp von Bohlen und Halbach kennen und wurde in den 1950er Jahren sein Generalbevollmächtigter. Gemeinsam mit ihm baute er den Krupp-Konzern wieder auf und wandelte nach dem Tod Alfried Krupps das Kruppsche Familienvermögen in eine Stiftung um. Bis zuletzt blieb Beitz ein einflussreicher Industrieller in der Montanindustrie des Ruhrgebiets. Als Testamentsvollstrecker des Krupp-Erbes und Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat er während des Niedergangs der Montanindustrie in nunmehr fünf Jahrzehnten den Strukturwandel im Ruhrgebiet wesentlich mitbestimmt und den Umbau zu einer Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion mitbetrieben.

Die Dorfkirche von Zemmin, dem Geburtsort von Berthold Beitz, gemalt von Alexander Dettmar im August 2013
Die Dorfkirche von Zemmin, dem Geburtsort von Berthold Beitz, gemalt von Alexander Dettmar im August 2013

Alexander Dettmar hat in den vergangenen Jahren immer wieder in der pommerschen Heimat von Beitz gemalt. Berthold Beitz fühlte sich dieser Region, insbesondere Greifswald und der dortigen Universität bis zuletzt sehr verbunden. Die Ausstellung legt bei der Auswahl der Bilder daher ihren Fokus auf Pommern. Gezeigt werden unter anderem Ansichten aus Stralsund, Greifswald und Szczecin, dem heute zu Polen gehörenden früheren Stettin, und aus Zemmin, dem Geburtsort von Berthold Beitz. Der Ernst-Berlach-Preisträger Dettmar war vor einem Jahr mit der Idee zu dieser Hommage an das Jüdische Museum Westfalen herangetreten.

Dort stieß die Idee sofort auf Zustimmung, hatte doch das Museum von der Krupp-Stiftung und damit von Berthold Beitz mehrfach Unterstützung erfahren. Zudem ist es für das Museum eine ehrenvolle Aufgabe einen „Gerechten unter den Völkern“ mit dieser Hommage zu würdigen. Nach bisherigen Recherchen scheint es sich bei dieser Hommage auch um die einzige Ausstellung zu Ehren von Berthold Beitz zu seinen 100. Geburtstag zu handeln.

Ergänzt wird die Ausstellung um einige Texttafeln, die das Leben und die Leistungen, vor allem die mutigen Rettungsaktionen, von Berthold Beitz beschreiben. Den Einführungsvortrag hält Dr. Joachim Käppner, der 2010 eine umfangreiche Biografie über Beitz veröffentlicht hat. Käppner ist Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung in München.

Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Frau Hannelore Kraft würdigt ihrerseits in einem Grußwort zur Ausstellung die Lebensleistung von Berthold Beitz.

Die Ausstellung ist bis zum 19. Januar 2014 zu sehen.

Link: www.jmw-dorsten.de