Ruhrtaltour bietet erlebnisreichen Tag zwischen Hattingen und Herdecke

Wenn die Teilnehmer der Ruhrtaltour am Horizont die nach wie vor beeindruckende Silhouette des Hochofens der ehemaligen Henrichshütte erkennen, dann liegt ein erlebnis- und erkenntnisreicher Tag im Ruhrtal zwischen Hattingen und Herdecke hinter ihnen. Das verspricht die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr, kurz EN-Agentur, die für ihre Ruhrtaltour am Sonntag, 13. Oktober, noch freie Plätze anbieten kann.

Treffpunkt für die Ausflügler ist morgens um 10 Uhr der alte Hattinger Bahnhof. Von dort steuert ein Bus mit dem Westfälischen Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten als erstes einen Ankerpunkt der Route der Industriekultur an. Bei Besichtigung von Zeche und Stollen erfahren die Teilnehmer quasi nebenbei viel Wissenswertes über die Wiege des Bergbaus im Ruhrgebiet. Schließlich soll es der Sage nach ein Schweinehirte gewesen sein, der die erste Kohle im Wittener Muttental entdeckte und damit die Grundlage für die Industrialisierung legte.

Durch das idyllische Muttental führt die Tour per Bus anschließend weiter nach Wetter-Wengern, wo ein Rundgang durch den Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern, der evangelischen Dorfkirche und dem Henriette-Davidis-Museum auf dem Programm steht. Nach Mittagspause und -essen im Westfälischen Hof in Wetter geht es zu Fuß weiter. Die Stationen lauten historische Alte Freiheit und Harkortsee. Am dortigen Anleger wartet das Ausflugsschiff „MS Friedrich Harkort“ und nimmt auf dem Seeweg Kurs Richtung Herdecke. Bei Kaffee und Waffeln genießen die Fahrgäste besten Ausblick auf das Ardeygebirge und die Ruhrhöhen.

Die abschließende Rückreise nach Hattingen dürfte insbesondere für Eisenbahnromantiker ein Höhepunkt sein: In Hagen-Vorhalle besteigen die Teilnehmer den roten Schienenbus der RuhrtalBahn. Als „Uerdinger Schienenbus“ und Retter der Nebenbahnen ist er vielen Eisenbahnfans ein Begriff. Dank der Verwendung vieler Komponenten aus dem Omnibusbau konnte mit dem Schienenbus in den 50- und 60er Jahren ein wirtschaftliches und kostengünstiges Fahrzeug gebaut werden. Im letzten Jahrtausend für eine Nutzungsdauer von 15 Jahren konzipiert, fahren drei Busse Jahrzehnte später für die RuhrtalBahn. Im Einsatz sind der 1961 gebaute Motorwagen, der 1960 gebaute Steuerwagen und der Beiwagen von 1956. Sie bieten den Teilnehmern ein nostalgisches Reiseerlebnis.

Kurz nachdem die Bahn das Gelände des Westfälischen Industriemuseums Henrichshütte in Hattingen und die Silhouette des Hochofens passiert hat, schließt sich der Ausflugskreis am Alten Bahnhof. Die EN-Agentur ist sich sicher, am Ende der Tour wird das zufriedene Gesamturteil der Ausflügler „Viel gesehen, viel erlebt, viel gelernt“ lauten.

Die Tour im Überblick
Termin Sonntag, 13. Oktober, Dauer 10 bis 18 Uhr, Kosten: 49 Euro/Person, Leistungen: Reiseführung, Fahrten mit der historischen RuhrtalBahn, dem Reisebus und der „MS Friedrich Harkort“, Besichtigung & Stollenführung im Westfälischen Industriemuseum Zeche Nachtigall und Mittagessen (ohne Getränke), Kaffee und Waffeln. Anmeldungen nimmt die EN-Agentur unter der Telefonnummer 02324/5648 0 entgegen.

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