„Preußen-Museum unverzichtbar“

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch hält das Preußen-Museum in Minden für unverzichtbar. Die Verwaltung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) werde den Abgeordneten im Dezember einen Vorschlag zum Beschluss vorlegen, kündigte Kirsch am Donnerstag (21.11.) vor der LWL-Landschaftsversammlung in Münster an: „Wir werden einen vertretbaren Kompromiss zwischen dem fachlich Erforderlichen und dem finanziell Machbaren vorschlagen.“ Das werde nicht ohne zusätzliche finanzielle Beteiligung des LWL gehen.

Langfristig sei es für den LWL viel teurer, wenn man nicht Verantwortung übernehme. Die anstehende Entscheidung werde auf Landesebene grundsätzliche Bedeutung haben, ob Kultur in Westfalen-Lippe zukünftig auf Augenhöhe mit dem Rheinland stattfinde oder ob sich Westfalen zukünftig mit dem zweiten Platz begnügen wolle, sagte der LWL-Direktor. „In Minden geht es um mehr als das Preußen-Museum: Wenn wir nicht bereit sind, die Hälfte der Preußen-Stiftung zu übernehmen, wird der Landschaftsverband Rheinland gern einspringen. Wir können dann aber nicht mehr kritisieren, wenn Gelder des Landes nicht mehr hier in Westfalen ankommen.“

Er sei froh, dass der LWL die Weichen gestellt habe, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) mit seiner „im wahrsten Sinne des Wortes herausragenden Bedeutung“ angemessen darzustellen, so Kirsch weiter. Der Wettbewerb zur Sanierung und Attraktivitätssteigerung habe große Resonanz erhalten: insgesamt 158 Architekturbüros hätten sich gemeldet, 15 Büros seien ausgewählt worden, die 30 Vorschläge vorlegen würden. Der Wettbewerb soll nach Angaben von Kirsch Ende Februar 2014 abgeschlossen sein.

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