Perspektiven nach Übernahme der Grohe AG

Am ersten Tag seiner Japanreise hat Wirtschaftsminister Garrelt Duin den Baumaterial- und Sanitäreinrichtungshersteller Lixil besucht und Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Yoshiaki Fujimori geführt. Der japanische Konzern hatte am 22. Januar 2014 die Grohe AG für drei Milliarden Euro übernommen und dem Unternehmen so neue Zugänge zum fernöstlichen Markt eröffnet.

Minister Duin: „Für mich war der Besuch bei der Lixil Corporation von großer Bedeutung. Besonders gefreut hat mich, dass der Vorstandsvorsitzende Fujimori ein ganz klares Bekenntnis zu den Arbeitsplätzen an den nordrhein-westfälischen Standorten abgegeben hat. Die Übernahme der Grohe AG bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre strategische Position auszubauen. Zugleich stärkt sie den Japanstandort Nordrhein-Westfalen. Schließlich handelt es sich um die größte japanische Investition, die je in Deutschland getätigt wurde. Das unterstreicht die Rolle unseres Landes als die Nummer eins unter den Standorten für ausländische Direktinvestitionen in Deutschland.“

NRW ist mit einem Bestand von rund 145 Milliarden Euro an ausländischen Direktinvestitionen wichtigster Standort für ausländische Unternehmen in Deutschland. Es folgen Bayern (99 Milliarden Euro) und Hessen (77 Milliarden Euro).

Hintergrund:

  • Lixil Corp. ist einer der größten japanischen Hersteller für Baumaterialien, Fenster, Türen und Sanitärarmaturen. Mit 67 Auslandsniederlassungen in 28 Ländern und über 45.000 Mitarbeitern erwirtschaftet Lixil umgerechnet rund elf Milliarden Euro Umsatz.
  • Die Grohe AG mit Hauptsitz in Düsseldorf ist der größte Hersteller für Badarmaturen in Europa. Mit rund 9.000 Mitarbeitern, darunter 2.300 in Deutschland, werden 1,4 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Grohe war bis zur Übernahme in der Hand von Finanzinvestoren.
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