Der Frostballen macht meist Frauenfüßen zu schaffen

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Foto: www.flickr.com/photos/kampai/

 Hallux valgus

Eng, spitz und hoch ist das Schuhwerk, das so manche Frau gern trägt. Die Füße dagegen mögen Pumps und High Heels zumeist weniger. Außerdem belastet das Tragen dieser hochhackigen Exemplare Rücken, Knie und Hüfte. Die Vorliebe  für  solch unbequemes Schuhwerk begünstigt die Bildung eines Ballenzehs. „Der sogenannte Hallux valgus ist deshalb vor allem ein Problem, das Frauen betrifft“, sagt Dr. Eike Eymers, Ärztin im AOK-Bundesverband. Flache Schuhe und viel Barfußlaufen sind die besten Mittel, die unschöne und schmerzhafte Verformung  zu verhindern.

Fitness für die Füße

  • Besonders das Barfußgehen im Sand trainiert die Füße.
  • Legen Sie sich im Sitzen einen kleinen Ball, zum Beispiel einen Tennis-, Golfball oder auch Igelball, unter den nackten Fuß. Bewegen Sie ihn ein bis zwei Minuten unter jedem Fuß hin und her.
  • Stellen Sie sich langsam auf die Zehenspitzen, halten Sie den Stand kurz und rollen Sie dann wieder langsam ab. Wiederholen Sie die Übung einige Male.

Großzehenballen, Schiefzehe, Frostballen – unter diesen Namen ist der verformte große Zeh Hallux valgus auch bekannt. Diese Fehlstellung der Großzehe entsteht meist durch Veranlagung (erbliche Vorbelastung) und wird häufig durch hochhackiges und enges Schuhwerk verstärkt. Von Natur aus bräuchten die Zehen so viel Platz im Schuh, dass sie strahlenförmig auseinander gehen können. Die meisten Schuhe bieten aber höchstens Platz für eine gerade Zehenhaltung. Auch Strümpfe, vor allem einengende, sind ungünstig. Kommen dann noch regelmäßig hohe Hacken und spitze Kappen dazu, kann das die Füße mit der Zeit verformen. Faktoren wie Übergewicht oder langes Stehen sind ebenfalls ungünstig.

Dem eigentlichen Ballenzeh geht dabei meist der Spreizfuß voraus, bei dem sich der vordere Teil des Fußes verbreitert. Oft schmerzen dann die mittleren Zehen, es bildet sich an der Unterseite Hornhaut. Da sich die Zugrichtung der Sehne verändert, schiebt sich nach und nach der große Zeh in Richtung mittlere Zehen und bildet an der Fußinnenseite eine Wölbung  Der Fuß reagiert gereizt mit Schwellung und Schmerzen, das Großzehengrundgelenk verschleißt durch die Fehlstellung. In späteren Stadien ist der Zeh so verformt, dass sich die Großzehe über oder unter den zweiten Zeh schieben kann. Fehlbelastungen können dann zu Schmerzen im Kleinzeh und Mittelfuß führen.

„Es ist ganz wichtig, dass man nicht erst dann den Arzt aufsucht, wenn man schon Probleme hat“, rät  AOK-Ärztin Eymers. Werden die Füße breiter, bekommen sie sehr viel Hornhaut oder schmerzen sie, sollten Sie spätestens zum Arzt  gehen. Und sei es auch nur vorsichtshalber. Denn: „Ist der Ballen erst richtig ausgeprägt, hilft nur noch eine Operation weiter“, so Eymers. Sämtliche Mittel wie Polster, Bandagen oder Schienen können dann nur noch dazu dienen, Schmerzen zu lindern. Den Zeh bekommen sie jedoch nicht wieder in seine ursprüngliche Position zurück.

Verschiedene OP-Methoden

Wenn eine Operation unausweichlich ist, gibt es je nach Art und Schweregrad verschiedene Methoden. Der Knochenvorsprung wird entfernt, der Mittelfußknochen wieder in die richtige Position gebracht oder möglicherweise auch nach der Korrektur teilweise versteift. Spezialschuhe helfen dem Patienten in der Zeit der Genesung. Eymers: „Je nach Operationsart kann der Fuß darin auch sofort wieder voll belastet werden.“ Zur vollständigen Genesung muss man jedoch zwischen sechs Wochen und drei Monaten kalkulieren.

Nicht nur in frühen Stadien, sondern auch begleitend zur Operation spielt Fußgymnastik eine wichtige Rolle. Das Ziel dabei ist es, die Muskeln in den Füßen sowie das Bindegewebe zu stärken und damit eine möglichst gerade Position der Zehen zu trainieren. Fußgymnastik tut allerdings nicht nur dann gut, wenn man schon unter Beschwerden leidet, sondern hilft auch, den Zeh erst gar nicht auf die schiefe Bahn zu lassen. Barfuß zu laufen wirkt ganz ähnlich. Wer mit einfachen Mitteln vorbeugen will, braucht also nur an drei Dinge zu denken:

  • Ganz viel barfuß laufen,
  • flache und bequeme Schuhe tragen,
  • die Pumps nur zu besonderen Anlässen aus dem Schrank holen.

Pilze: Am besten lose kaufen

pilz Kopie
Foto: AOK-Mediendienst

Steinpilze und Pfifferlinge sind beliebte Delikatessen. Beim Kauf ist es wichtig, sich die Pilze genau anzusehen. Wie frisch sie sind, lässt sich am besten am Geruch und an der Farbe erkennen. Frische Pfifferlinge duften aromatisch, sehen prallgelb und saftig aus. Generell gilt: Die Pilze sollten fest, der Hut geschlossen sein. Statt abgepackter Ware ist es besser, lose Pilze zu kaufen.

Bilderreise zu den Zechen der Bergwerksgesellschaft Hibernia

Hibernia-Zechenbahndampflok vor dem neuen Förderturm Shamrock 11 in Wanne-Eickel. 1963. Foto: Stiftung Industriedenk- malpflege/von Endrefy
Hibernia-Zechenbahndampflok vor dem neuen Förderturm Shamrock 11 in Wanne-Eickel. 1963.
Foto: Stiftung Industriedenkmalpflege/von Endrefy

Historische Fotos von den Zechen und Eisenbahnen der Bergwerksgesellschaft Hibernia präsentiert Christoph Oboth in einem Vortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag (1.10.) um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern nach Dortmund einlädt.

Auf den bislang wenig bekannten Werksfotografien der Hibernia-Zechen und Kokereien aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sind meist auch Eisenbahnanlagen und Fahrzeuge abgebildet. Neben Zechenansichten, die der Werksfotograf noch auf großformatigen Glasplatten abgelichtet hat, gibt es auch Luftaufnahmen und die ersten Farbfotos von Hibernia-Lokomotiven aus den 1960er Jahren zu sehen. Christoph Oboth nimmt die Besucher mit auf eine virtuelle Reise zu allen Zechen der Hibernia, deren Eisenbahnbetrieb von der Zechenbahn- und Hafenverwaltung besorgt wurde. Dabei erläutert und kommentiert er eine große Auswahl dieser Bilderschätze.

Das Museumsgelände ist bereits ab 18 Uhr frei zugänglich. Die Ausstellung „Jede Menge Kohle – 100 Jahre Zechenbahn- und Hafenbetriebe“ sowie die Museumsgaststätte „Pferdestall“ sind bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Stollenführungen zum Tag des Offenen Denkmals

Blick in den Nachtigallstollen im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Foto: LWL/Hudemann
Blick in den Nachtigallstollen im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Foto: LWL/Hudemann

Im Allgemeinen verbindet man mit dem Begriff Denkmal schützenswerte, schön anzusehende Schlösser oder Gebäude . Es gibt aber auch einige „unbequeme Denkmale“. Sie stehen im Mittelpunkt des diejährigen Tages des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt an diesem Tag in seinem Industriemuseum Zeche Nachtigall um 11 und 13 Uhr zu Führungen durch ein „unbequemes Denkmal“ ein: Bei Rundgängen steht die Aufwältigung und Erhaltung des Nachtigallstollens im Fokus.

Welche Probleme und Herausforderungen bringt die Erhaltung des Besucherbergwerks mit sich? Welche Aufgaben müssen regelmäßig erledigt werden? Welche Bedeutung hat das Besucherbergwerk vor dem Hintergrund des bevorstehenden Endes des Steinkohlenbergbaus in Deutschland. Die Besucher haben die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und „vor Ort“ ein echtes Kohleflöz zu entdecken.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt in das Museum ist an diesem Tag frei. Die Sonderführungen um 11 Uhr und um 13 Uhr sind ebenfalls kostenlos.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Nachtigallstr. 35
58452 Witten
Karte und Routenplaner