LWL-Direktor fordert Direktwahl der LWL-Abgeordneten

Die Abgeordneten im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sollen nach Auffassung seines Direktors Dr. Wolfgang Kirsch zukünftig direkt gewählt werden. Nur die direkte Wahl der Landschaftsversammlung könne die gute Arbeit des Verbandes ins Blickfeld rücken. „Wir stärken mit einer unmittelbaren demokratischen Legitimation das politische Gewicht und damit die Zukunftsfestigkeit unseres Verbandes“, sagte Kirsch am Donnerstag (21.11.) vor der LWL-Landschaftsversammlung in Münster. Bisher werden die 106 Mitglieder der LWL-Landschaftsversammlung von den Vertretungen der Mitgliedskörperschaften, den Kreistagen und Räten der kreisfreien Städte, gewählt.

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch Foto: LWL
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch
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Wenn der Regionalverband Ruhr mit gerade einmal rund 400 Mitarbeitern und einem Haushaltsvolumen von nicht ganz 60 Millionen Euro die Direktwahl seiner Abgeordneten ins Spiel bringe, dann könnte der LWL mit inzwischen über 16.000 Mitarbeitern und einem Haushalt von fast 3 Milliarden Euro sehr selbstbewusst die gleichen Rechte für die Landschaftsverbände fordern, so der LWL-Direktor weiter. Er fürchte, dass hinter den Rufen nach mehr Selbstverwaltungskompetenzen für den Regionalverband Ruhr nichts anderes als die alte Forderung nach einer Dreiteilung des Landes stehe.

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