Kreistag verabschiedet Nachhaltigkeitsstrategie

Kreis Unna. „LebensWerte“ – so ist die Nachhaltigkeitsstrategie für den Kreis Unna überschrieben. Sie benennt in sechs Themenfeldern mit konkreten Kennzahlen hinterlegte Ziele. Auf dem Weg zum Ziel möchte die Politik die Verwaltung aktiv begleiten.

Der Kreistag beschloss deshalb am 15. Oktober gegen die Stimmen der CDU-Fraktion nicht nur die Strategie als solche, sondern auch die Einrichtung der Kommission „Kreis Unna im Wandel“ und folgte damit einem Antrag der SPD-Fraktion. Zusammensetzung und Arbeitsweise soll sich an der Arbeit der Finanzstrukturkommission (FSK) orientieren. Diese Kommission war im Frühjahr 2006 auf Initiative von Landrat Michael Makiolla eingerichtet und mit Mitgliedern der im Kreistag vertretenden Fraktionen und Gruppen besetzt worden. Sie begleitet seitdem die Verwaltung bei der Erarbeitung bzw. Umsetzung von Konsolidierungsmaßnahmen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie war vom Kreis ab September 2012 ein Jahr lang unter wissenschaftlicher Begleitung erarbeitet und vom Bund mit 250.000 Euro gefördert worden. Dabei waren nicht nur Fachleute am Werk; die Menschen im Kreis wurden u.a. durch verschiedene Umfragen – auch im Internet – und bei Workshops aktiv beteiligt.

Für die SPD-Fraktion begrüßte Walter Teumert die Strategie ausdrücklich, „Wir müssen gemeinsam an der Umsetzung arbeiten und vor Ort dafür werben, denn nicht überall ist der Kreis selbst zuständig“, so Teumert und nannte beispielhaft die Flächennutzungspläne.

Auch Herbert Goldmann für Bündnis 90/Die Grünen und Michael Klostermann für die FDP stimmten Teumerts Ausführungen zur Bedeutung der Nachhaltigkeitsstrategie als Chance zur konkreten Zukunftsgestaltung uneingeschränkt zu.

Durch präzise formulierte Kennziffern messbar und damit in den nächsten Jahren besser planbar gemacht werden soll die Lebensqualität im Kreis in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Beschäftigung, Flächenmanagement, Mobilität und Klimaschutz. Dafür wurden über 40 durchaus ambitionierte Ziele definiert. Dabei geht es z.B. um die Verbesserung der Sprachkompetenz von Kindern, um eine höhere Schulabschlussquote bei Jugendlichen, um eine deutliche Reduzierung des Flächenverbrauchs oder auch um die Steigerung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen.

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