Jetzt beginnt die Erkältungs- und Grippesaison

Mit dem feuchten Herbstwetter beginnt die Hochsaison der grippalen Infekte und der echten Grippe. Das Gesundheitsamt der Stadt Münster hat deshalb sein Merkblatt zum Infektionsschutz neu aufgelegt und gibt Tipps, wie man sich vor Krankheitserregern schützen kann.

Die Hauptlast bei den üblichen grippeartigen Atemwegsinfekten und bei der echten Grippe tragen kleine Kinder und Säuglinge, aber auch Patienten und Senioren mit geschwächter Abwehr. „Kaum jemand ist sich bewusst, dass sich diese typischen Herbst- und Winterkrankheiten vornehmlich unter Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen ausbreiten“, so die Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes Dr. Dagmar Schwarte. Wo viele Kinder zusammen sind, herrschen für Viren und Bakterien, die über Tröpfchen und Hände übertragen werden, geradezu paradiesische Bedingungen.

„Es wäre ein Leichtes, den Plagegeistern das Leben richtig schwer zu machen“, stellt Schularzt Dr. Axel Iseke fest. Schon regelmäßiges Händewaschen und mehrmals tägliches Stoßlüften von Klassen- und Gruppenräumen sorgen dafür, dass Krankheitswellen abgeschwächt und verzögert verlaufen, so der Kinder- und Jugendarzt. Beim Händewaschen genügt Seife, spezielle Desinfektionsmittel sind meist nicht erforderlich.

Selbst wenn nicht jede Infektion verhindert werden kann: Schon die Verzögerung einer Grippewelle wirkt sich positiv auf den Krankenstand in der Bevölkerung aus. Zum einen steigt von Woche zu Woche der Impfschutz bei den Menschen. Zum andern läuft das Immunsystem zum Herbstbeginn vielfach noch im „Sommermodus“, und da ist die Anfälligkeit besonders hoch.

„Impfen lassen kann sich eigentlich Jede und Jeder“, sagt Dr. Dagmar Schwarte. Besonders wichtig ist ein Impfschutz für chronisch Kranke und Senioren ab 60 Jahren und für alle, die beruflich viel mit Menschen zu tun haben. Aber auch geimpfte Kinder und Jugendliche, die eine Gemeinschaftseinrichtung besuchen, schützen sich und andere. In vielen Fällen werden die Kosten der Impfung erstattet. Ein Anruf bei der Krankenkasse oder beim Haus- oder Kinderarzt bringt Klarheit.

Erfreulich für Kinder und Jugendliche: „Im Alter von zwei bis 17 Jahren kann die Impfung als eine Art Nasenspray erfolgen. Der unangenehme Pieks gehört dann der Vergangenheit an“, weist Dr. Axel Iseke auf die neuesten Impfempfehlungen hin.

Alle Kitas und Schulen haben vom Gesundheitsamt ein Merkblatt zum präventiven Infektionsschutz erhalten. Die Empfehlungen werden häufig als Anlass für einen herbstlichen Impfcheck beim Haus- oder Kinderarzt genutzt. Dann können gleich noch Impflücken etwa bei Keuchhusten oder bei Masern, Mumps und Röteln geschlossen werden.

Das Merkblatt steht unter www.muenster.de/stadt/gesundheitsamt. Weitere Infos: www.impfen-info.de.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *