In der Oasenstadt

Was haben das Ruhrgebiet und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gemeinsam? Den Weg von der Kohle bzw. Öl zu modernen Dienstleistungen, wie Handel, Logistik und Tourismus. Zur vergleichenden Untersuchung des wirtschaftlichen und urbanen Strukturwandels besucht demnächst (21.-31.10.) eine neunköpfige Studierenden- und Wissenschaftlergruppe des Fachs Wirtschaftsgeographie der Universität Duisburg-Essen (UDE) die UAE. Unterstützt werden sie dabei durch das Programm „Hochschuldialog mit der islamischen Welt“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD.

Delegationsleiter Prof. Dr. Rudolf Juchelka: „Auch wenn es seltsam klingt, aber es gibt es viele Parallelen in den Stadtentwicklungsprozessen. Hier wie dort entstehen neue Stadtviertel, und die Bevölkerung setzt sich zunehmend aus vielen verschiedenen Nationalitäten zusammen.“ Bereits 2011 war eine UDE-Exkursion in der VAE zu Gast, um vor Ort geographische Methoden zu erkunden. Auf dem Programm stand auch ein Besuch der zweitgrößten Stadt Abu Dhabis, der Oasenstadt Al-Ain, mit der 1976 gegründeten United Arab Emirates University. Juchelka: „Die Kollegen nahmen uns seinerzeit sehr herzlich auf, und wir vereinbarten, dass da noch mehr daraus werden muss.“

Dank der DAAD-Förderung wird derzeit die fachliche Kooperation ausgearbeitet, einschließlich eines interkulturellen Dialogs und gemeinsamen Summer- wie Winter-Schools. Juchelka: „Über den Studierenden-Austausch wollen wir Kontakte und Verständnis für die jeweils anderen Kultur aufbauen helfen. Die Geographie eignet sich sehr dafür, denn Weltoffenheit und grenzüberschreitende Lehre wie Forschung ist ein Wesensmerkmal dieses Fachs.“

Die Studierenden beider Länder werden in Uni-Seminaren über den jeweils anderen Raum informiert, anschließend wird in Feldstudien die Stadtentwicklung in Dubai und Essen erkundet. Im Dezember werden die Emiratis zu einem Gegenbesuch in der Ruhrmetropole erwartet. Die Organisation liegt bei Janine Bittner.

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