Giftige Pflanzen – Kampf dem Riesenbärenklau

Zum sechsten Mal nahm die Abteilung Umwelt des Kreises Soest den Kampf gegen den Riesenbärenklau auf. In diesem Jahr kamen zur Unterstützung viele ehrenamtliche Natur- und Landschaftsschützer, die bei mehreren Aktionen mithalfen. Schauplätze waren die Gemeinden Möhnesee, Welver und Werl. Annette Kühlmann aus der Abteilung Umwelt des Kreises Soest zieht eine positive Bilanz.

Der Riesenbärenklau, der auch unter dem Namen Herkulesstaude oder Herkuleskraut bekannt ist, vermehrt sich schnell und ist giftig. Jahr für Jahr versucht der Kreis Soest zusammen mit vielen freiwilligen Helfern das Vorkommen dieser hartnäckigen Pflanze zu minimieren. Archivfoto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Der Riesenbärenklau, der auch unter dem Namen Herkulesstaude oder Herkuleskraut bekannt ist, vermehrt sich schnell und ist giftig. Jahr für Jahr versucht der Kreis Soest zusammen mit vielen freiwilligen Helfern das Vorkommen dieser hartnäckigen Pflanze zu minimieren. Archivfoto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Kampflos gibt sich die bis zu drei Meter hohe Pflanze nicht geschlagen. „Schmerzhafte Quaddeln und schlecht heilende Verbrennungserscheinungen können nach dem Kontakt mit der Pflanze auftauchen“, weiß Diplom-Ingenieurin für Landespflege Kühlmann. Daher sei stets Vorsicht geboten, wenn die Wurzelrüben der Staude vor ihrer Blütezeit durchstochen werden. „So kann der Vegetationszyklus des Riesenbärenklaus unterbrochen und eine Verbreitung der Pflanze verhindert werden“, erklärt die Expertin.

150 Stunden an der Möhne und 25 Stunden im Einzugsgebiet der Ahse investierten beauftragte Unternehmen, um der Verbreitung des Riesenbärenklaus Einhalt zu bieten. Hinzu kamen mehrere ehrenamtliche Einsätze in den Gemeinden Möhnesee, Welver und Werl. In Möhnesee wurden 10.000 bis 12.000 Pflanzen an verschiedenen Standorten erfolgreich entfernt.

Etwa 70 Stunden ihrer Freizeit opferten ehrenamtliche Helfer in der Gemeinde Welver, insbesondere im Ortsteil Schwefe und im Bereich des Enker Baches, die Pflanzenpopulation einzudämmen. Zudem bekämpfte die BUND Gruppe Welver eine mit Bärenklau bestandene Fläche im Bereich der Lake bei Dinker.

„Die Aktionen waren sehr erfolgreich und viele Pflanzen wurden entfernt“, zieht Kühlmann Bilanz. Doch sie weiß, im nächsten Jahr geht der Kampf gegen den Riesenbärenklau erneut los. Daher hofft sie auch im nächsten Jahr auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Mitstreitern, Natur- und Heimatfreunden, Landwirten und den Behörden und Verbänden.

www.kreis-soest.de

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *