Frauenschicksale in der Nachkriegszeit

Den Titel „´Egal, was kommt! Durch!´ – Überlebensstrategien ostwestfälischer und lippischer Frauen nach 1945“ trägt ein Referat, das Dr. Hans-Jörg Kühne am Mittwoch, 26. Februar, um 20.00 Uhr im Stadtarchiv Bielefeld (Kavalleriestraße 17, 2. Obergeschoss, Veranstaltungssaal SO2) hält.

Der Mann gefallen, verschollen oder in Kriegsgefangenschaft, das eigene Haus im Bombenkrieg zerstört, nagender Hunger und das Eintreffen zahlloser Flüchtlinge und Vertriebener, mit denen das Wenige, was übrigblieb, auch noch geteilt werden musste. So oder ähnlich lässt sich die Lebenssituation vieler ostwestfälischer und lippischer Frauen nach 1945 beschreiben. Dass sie angesichts dessen nicht resignierten und die Hände in den Schoß legten, sondern die Probleme angingen und lösten, gehört – aus heutiger Sicht – zu ihrer großen Lebensleistung.

Der Bielefelder Historiker Dr. Hans-Jörg Kühne befasst sich in seinem Vortrag mit dieser Zeit und ihren ganz besonderen Anforderungen. Außerdem sind mit Lore Wegener und Anneliese Vormbrock (beide Bielefeld) zwei Zeitzeuginnen eingeladen, die über diesen schweren und schwierigen Lebensabschnitt berichten und ihre damaligen, ganz eigenen Überlebensstrategien dem Publikum erklären werden.

Am Vortragstag ist die laufende Ausstellung „40 Frauen – Das Überleben organisieren. Ostwestfälische und lippische Frauenschicksale 1945-1949“ zusätzlich von 18.30 bis 19.45 Uhr geöffnet; ab 19.00 Uhr findet eine Führung statt (Eingang jeweils über die Kavalleriestraße 17).

Diese Ausstellung des Literaturzirkels OWL e.V. wird bis zum 10. März (montags von 14.00 bis 18.00 Uhr, dienstags bis freitags von 11.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 11.00 bis 14.00 Uhr) gezeigt.

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