Frauen und Sucht – eine Betroffene und eine Angehörige berichten über ihre Erfahrungen

Wer zuviel trinkt, gerät in Gefahr, daran zu erkranken. Angehörige von Abhängigen sind oft über Jahre mit den Auswirkungen der Sucht konfrontiert und haben ein höheres Risiko, ebenfalls daran zu erkranken. Für beide gilt: Dieser Weg ist lang, führt aber auch wieder hinaus, wenn sich die Betroffenen in eigener Sache bewegen.

Carola L. ist in einem Familienumfeld aufgewachsen, in dem Alkohol eine große Rolle spielte. Dass auch ihr Mann, den sie jung heiratete, trank, erschien ihr nicht ungewöhnlich. 15 Jahre ist es her, da wurde die Situation extrem problematisch. Nicht nur für ihren Mann, sondern auch für sie selbst. Carola wird über sich als Partnerin eines Alkoholikers sprechen, welche steinigen Wege sie gegangen ist und was sie in Therapie und in der Selbsthilfegruppe für sich erfolgreich hat tun können.

Wie kann es eigentlich sein, dass jemand, der aus einem suchtbelastenden  Familienumfeld kommt, trotzdem selbst zum Alkohol als „Problemlöser“ greift? Carola A. berichtet aus eigener Erfahrung über die Falle, die sich mit dem Alkoholmissbrauch gestellt hat und Geschlechterunterschiede in Hinblick auf die Ächtung, die sie als „trinkende Frau“ erfahren hat. Den Weg aus der Sucht und auch hin zu mehr Selbstbewusstsein ist sie gegangen mit Hilfe von Therapie und Unterstützung durch ihre Selbsthilfegruppe. 

Wer mehr zu diesem Thema mehr erfahren möchte, kann dies im Rahmen des Aktionstages „Psychische Gesundheit von Frauen“ am 10. November 2013 in der DASA tun. Unter anderem werden zwei betroffene Frauen von ihren  Erfahrungen berichten, einmal aus dem Blickwinkel als Partnerin eines suchtkranken Mannes und einmal als Selbst-Betroffene.

Der Aktionstag, organisiert vom Gesundheitsamt und DASA in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Bündnis für seelische Gesundheit, möchte interessierte Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die sich zu verschiedenen Aspekten der seelischen Gesundheit von Frauen informieren möchten. 

In der Zeit von 10.30 – 15.00 Uhr stehen eine Expertinnenrunde, mehrere Kurzvorträge und ein Info-Markt auf dem Programm. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist bis 13.00 Uhr frei.

Das Programm ist auf der Internetseite: Dortmunder Bündnis für seelische Gesundheit abrufbar.

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