Finnish Glass Art und Lasismi

Riihimäki – unter Glaskünstlern hat dieser Name einen besonderen Klang. Die Stadt in Südfinnland ist bekannt für die traditionelle Glasherstellung. Aus den vorwiegend kleinen Werkstätten und Studios kommt höchste Qualität. Mit dem Glasmuseum der Stadt pflegt das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim seit Jahren eine enge Beziehung. Bereits 2004 und 2008 waren die Finnen mit Wanderausstellungen zu Gast an der Weser.

Die Arbeit "Isis" von Camilla Moberg ist eines von rund 200 Objekten der Ausstellung "Finnish Glas Art". Foto: W. Zakowski
Die Arbeit „Isis“ von Camilla Moberg ist eines von rund 200 Objekten der Ausstellung „Finnish Glas Art“.
Foto: W. Zakowski

Jetzt kommen sie zum dritten Mal nach Gernheim, diesmal mit Arbeiten aus den Jahren 2005 bis 2010. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Samstag, 23. November, um 15 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Finnish Glass Art 2005-2010“ in sein Industriemuseum nach Petershagen ein. Bis zum 16. März 2014 werden sowohl funktionale Objekte als auch Kunstwerke, die die aktuellen Entwicklungen in der finnischen Glasgestaltung wiederspiegeln, gezeigt.

Parallel zu der Ausstellung „Finnish Glass Art“ zeigen sieben junge finnische Glasdesigner der Gruppe „Lasismi“ ihre Objekte. Die Genossenschaft von Glasmachern betreibt ein eigenes Studio in Riihimäki. Dort geben sie Workshops, führen Aufträge namenhafter Designer aus und setzen ihre eigenen Entwürfe um. Ihre Arbeit steht in der Tradition der Glasmacherstadt Riihimäki und ist von höchster handwerklicher Qualität. Vom 26. bis 30. November werden die Finnen am Ofen der Glashütte Gernheim arbeiten und dort ihre Entwürfe umsetzen.

Seit 1986 wird die Ausstellung Finnish Glass Art im Fünfjahres-Rhythmus vom finnischen Glasmuseum in Riihimäki neu konzipiert. Wegen des großen internationalen Interesses wird die Schau seit 1995 als Wanderausstellung angelegt. Für die aktuelle 6. Edition hat die Kuratorin Uta Lauren fast 200 Werke von 62 verschiedenen Künstlern zusammengestellt. Die teilnehmenden Künstler im Alter von 25 bis 80 Jahren haben verschiedene Hintergründe und gestalterische Ausrichtungen. Einige von ihnen arbeiten ausschließlich mit Glas, andere kombinieren es mit anderen Materialien. Dabei kommen alle möglichen Techniken vom frei geformten bis zum formgeblasenen Glas zur Anwendung, die in den verschiedensten Arten veredelt werden.

Begleitprogramm zur Ausstellung:

26. bis 30. November
Lasismi: Junge Glasdesigner aus Finnland arbeiten am Ofen der Glashütte Gernheim.

Mi, 4.12. 19 Uhr
Konzert des Kantele-Duos Mekkotytöt
Maija Pokela und Jutta Rahmel beherrschen das traditionelle finnische Zupfinstrument in Perfektion. Ihr Repertoire umfasst volkstümliche sowie eigene Kompositionen – ein eindrucksvolles Hörerlebnis in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft, Bezirksverein Bünde e.V.

So, 8.12. 10.30-17.30 Uhr
Thementag: Probieren Sie es einmal selbst!
Fasziniert von den Glasobjekten in der Ausstellung haben interessierte Laien die seltene Chance, selbst am Ofen der Hütte Glas zu machen. Korbinian Stöckle und Torsten Rötzsch erläutern den Umgang mit der heißen Materie, zeigen die Entstehungsschritte und helfen beim Blasen mit der Glasmacherpfeife.

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
Karte und Routenplaner

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