Ein Zug der Nordwestbahn im Borkener Bahnhof © Foto: Kreis Borken

Erneut Ärger um die Bahnverbindungen Richtung Ruhrgebiet

In jüngster Zeit häufen sich wieder Beschwerden über Zugausfälle im Bereich der Nordwestbahn auf den Strecken zwischen dem südlichen Kreisgebiet und dem Ruhrgebiet. Zudem klagen die davon betroffenen Passagiere über die dann oftmals ausbleibenden Kundeninformationen und den unzureichenden Ersatzverkehr durch Busse und Taxis. „Dieser Ärger ist nur allzu verständlich“, konstatierten die Teilnehmer der von Landrat Dr. Kai Zwicker einberufenen turnusmäßigen Bürgermeisterkonferenz, die jetzt im Rathaus in Heek stattfand. Sie wollen daher dem privaten Bahnverkehrsunternehmen „richtig Druck machen“, damit es seine vertraglich eingegangenen Verpflichtungen auch tatsächlich erfüllt.

Ein Zug der Nordwestbahn im Borkener Bahnhof © Foto: Kreis Borken
Ein Zug der Nordwestbahn im Borkener Bahnhof © Foto: Kreis Borken

Eine kleine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Bürgermeistern Heiner Buß (Heiden), Andreas Grotendorst (Raesfeld), Rolf Lührmann (Borken) und Heiner Seier (Reken), wird mit Unterstützung von Kreisverkehrsdezernent Dr. Hermann Paßlick, der zugleich Verbandsvorsteher für den Schienenpersonennahverkehr im Münsterland ist, diese Aufgabe übernehmen.

„Unsere auf die Schiene angewiesenen Bürgerinnen und Bürger brauchen Verlässlichkeit“, betonten die vier Bürgermeister. Schließlich gehe es um die Erreichbarkeit von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Schul- und Studienorten oder um – auch das sei doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit – fest eingeplante Anschlussverbindungen im überregionalen Bahnnetz. „Wir werden die Nordwestbahn in die Pflicht nehmen“, unterstrichen sie. Wie? Das will die Arbeitsgruppe jetzt kurzfristig beraten.

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