Kategorie-Archiv: Waltrop

Laute(r) Liebe?! Freche Lieder und Chansons

Tizah Haase und Armine Ghuloyan präsentieren Lieder und Chansons im Schiffshebewerk Henrichenburg. Foto: Privat
Tizah Haase und Armine Ghuloyan präsentieren Lieder und Chansons im Schiffshebewerk Henrichenburg. Foto: Privat

Waltrop (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Samstag (18. 4.) um 19.30 Uhr zu einem Chanson- und Schlagerabend mit Tirzah Haase und Armine Ghuloyan ein. Unter dem Motto „Laut(r) Liebe?!“ präsentieren die Sängerin und die Pianistin im Schiffshebewerk Henrichenburg Lieder und Chansons aus der Zeit von 1920 bis 1970.

Das breite Spektrum reicht von Spoliansky bis Hollaender, von Hildegard Knef bis Alexandra, von Marlene Dietrich bis Trude Herr. Die Besucher erwartet eine Performance mit Evergreens, charmanten Anekdoten und amüsanten Geschichten.

Tirzah Haase ist Schauspielerin und Sängerin und lebt in Dortmund. Feste Engagements führten sie in der Vergangenheit u.a. nach Hamburg (Thalia-Theater), Trier und Bremen. Seit 1987 ist sie als Sprecherin beim WDR tätig, daneben war sie in einigen Fernsehrollen zu sehen und erhielt mehrere Musical-Engagements.

Armine Ghuloyan, Pianistin und Konzertmeisterin, stammt aus Armenien und lebt seit 1997 in Dortmund. Nach zahlreichen Engagements an verschiedenen Konzerthäusern der ehemaligen Sowjetunion und diversen Kompositionsaufträgen tritt sie heute international als Solistin und Liedbegleiterin auf.

Der Eintritt beträgt 12 Euro. Eine Reservierung ist erforderlich unter 02363 9707-0 oder unter schiffshebewerk@lwl.org

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg

„Überall ist Wunderland“

Joachim Ringelnatz ist ein Abend im Schiffshebewerk gewidmet. Foto: PR
Joachim Ringelnatz ist ein Abend im Schiffshebewerk gewidmet.
Foto: PR

„Überall ist Wunderland“, behauptet Joachim Ringelnatz, „überall ist Leben. Bei meiner Tante im Strumpfenband. Wie irgendwo daneben.“ Überall dort hat sich der skurrile Poet auch herumgetrieben, vor allem „irgendwo daneben“. Mehr über den Dichter erfahren Besucher eines Ringelnatz-Abends mit dem Schauspieler Peter Schütze, zu dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag, 9. November, um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg einlädt.

Eigentlich hieß Ringelnatz Hans Bötticher, wurde 1883 in Sachsen geboren, fuhr als Schiffsjunge zur See, jobbte als Träger von Riesenschlangen im Varieté, arbeitete als Bibliothekar und schlug sich als unbegabter Straßenmusikant durch. Noch bevor er in den Ersten Weltkrieg zog, wurde er als Hausdichter der Münchener Künstlerkneipe „Simplizissimus“ berühmt.

Peter Schütze zaubert an diesem Abend im Schiffshebewerk Verse des Dichters Ringelnatz aus seinem literarischen Seesack, Verfasser bald derber, bald zarter Poesie, grotesker, komischer, liebevoll weiser Gedichte, Erfinder des Seemanns Kuttel Daddeldu und der Ameisen, die nach Amerika wollen. Zu hören sind Texte aus den Sammlungen „Die Schnupftabaksdose“, „Turngedichte“, „Reisebriefe eines Artisten“, und „Allerdings“. Einen der Höhepunkte der Lesung stellen die Gedichte über den alten Seebären Kuddeldaddeldu dar, denen Schütze mit norddeutschen Akzent viel Lebendigkeit verleiht.

Peter Schütze (geb. 1948), promovierter Germanist und Autor, blickt auf eine Laufbahn als Journalist, Übersetzer, Dramaturg, Regisseur und Schauspieler mit Engagements an verschiedenen Bühnen, u.a. in Dortmund, Bielefeld und Hamburg (Thalia Theater), zurück. Seit 1988 tritt er auch als Rezitator von Goethe, Heine, Droste-Hülshoff, Kästner, Tucholsky u.a. auf.

Der Eintritt kostet 12 Euro. Eine Reservierung unter der Tel. 02363 9707-0 ist erforderlich.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Karte und Routenplaner

Matinee mit Klarinetten

Zu einer Matinee mit dem Chor der Deutschen Klarinetten-Gesellschaft lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 20. Oktober, in sein Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg ein. Das Konzert beginnt um 11.30 Uhr.

Zum Abschluss eines Workshops der Deutschen Klarinetten-Gesellschaft spielt ein Chor von rund 35 Klarinettisten in der Maschinenhalle. Foto: Deutsche Klarinetten-Gesellschaft
Zum Abschluss eines Workshops der Deutschen Klarinetten-Gesellschaft spielt ein Chor von rund 35 Klarinettisten in der Maschinenhalle.
Foto: Deutsche Klarinetten-Gesellschaft

Mehr als sieben verschiedene Typen zählt die Familie der Klarinetten-Instrumente – von der tiefen Kontrabass-Klarinette bis zur hohen Es-Klarinette. Werden alle gleichzeitig gespielt und einige mehrfach verwendet, hat man ein vollständiges Orchester: den „Klarinetten-Chor“. Sein Klang erinnert an eine große Kirchenorgel mit ihren verschiedenen Klangfarben. Die Maschinenhalle des Schiffshebewerks Henrichenburg mit ihrer kirchenähnlichen Akustik ist also ein passender Aufführungsort für den Klarinetten-Chor.

Das Konzert bildet den Abschluss eines Wochenend-Workshops der Deutschen Klarinetten-Gesellschaft in Oer-Erkenschwick. Drei Dutzend Musiker, Amateure und Profis, musizieren gemeinsam unter der Leitung von Christof Hilger, Dozent für Klarinette an der Musikhochschule Köln und Dirigent des Instrumental-Vereins Wuppertal. Für die aus ganz Deutschland anreisenden Teilnehmer ist der Auftritt im Ambiente des LWL-Industriemuseums der Abschluss eines arbeitsreichen Wochenendes.

Der Konzertbesuch ist im Museumseintritt enthalten.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Karte und Routenplaner

 

Bauernregeln und Klimawandel

Dr. Jurik Müller arbeitet beim Deutschen Wetterdienst und veröffentlichte 2011 das Buch "100 Bauernregeln, die wirklich stimmen". Foto: Müller
Dr. Jurik Müller arbeitet beim Deutschen Wetterdienst und veröffentlichte 2011 das Buch „100 Bauernregeln, die wirklich stimmen“. Foto: Müller

„Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln“, dieser und anderen Volksweisheiten geht Jurik Müller vom Deutschen Wetterdienst in seinem Buch „100 Bauernregeln, die wirklich stimmen“ nach. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Dienstag, 15. Oktober, um 19.30 Uhr zu einem Vortrag des Autors in das Hafengebäude seines Industriemuseums Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop ein.

Bereits vor Hunderten von Jahren war die Landbevölkerung gezwungen, sich intensiv mit dem Wetter und der Witterung zu befassen. Die großen Auswirkungen auf Wachstum und Ertrag der Ernte bestimmten den Arbeitsalltag der Menschen. Auch heute noch, im Zeitalter der Wettersatelliten und leistungsstarken Computer, lebt insbesondere in der älteren Generation eine Vielzahl dieser gereimten und ungereimten Bauernregeln. Sie beziehen sich auf die Vorhersage des Wetters und auf das vom Wetter abhängige Gedeihen der Feldfrüchte.

In seinem Vortrag schlägt Müller eine Brücke von frühen Keilschrifttafeln über den Hundertjährigen Kalender bis hin zur modernen Wettervorhersage mittels Radar und Satellitenfilm. Dabei unterscheidet er zwischen Wetter-, Witterungs-, Pflanzen-, Tier- und Ernteregeln. Auch wenn uns manche Regel nicht mehr brauchbar erscheint, so gehört sie doch zum erhaltenswerten Kulturgut. Einhergehend mit der Besinnung vieler Menschen auf ökologisches Verhalten und auf ein Miteinander mit der Natur erleben die bäuerlichen Weisheiten ein Comeback. Um passende Sprüche für die heutige Zeit zu kreieren, dichtet Müller sogar eigene Bauernregeln. Der Eintritt zu diesem Vortragsabend ist frei.

LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
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