Kategorie-Archiv: Herten

Mitgestaltung der „Vier Langenbochumer“

Herten. Die Kranzplatte in Langenbochum verändert ihr Gesicht. Wie sie hinterher aussehen soll? Das kann jeder mitbestimmen. Noch bis zum 16. Februar können Fotos, Grafiken und Zeichnungen eingereicht werden, die in Zukunft die „Vier Langenbochumer“ schmücken.

Was auf den Fotos zu sehen ist, können die Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden. Einzige Bedingung: Der Bezug zu Langenbochum muss zu erkennen sein. Motive könnten zum Beispiel die Vielfalt, die Geschichte oder auch die Zukunft des Stadtteils sein.

Bis zum 16. Februar hat noch jeder die Möglichkeit, seine Vorschläge im Stadtteilbüro Herten-Nord einzureichen. Jeder Teilnehmende muss Urheber der eingereichten Bilder sein oder das Einverständnis des Urhebers vorliegen haben. Außerdem sollte eine kurze Beschreibung der Idee beigefügt sein.

Wer sich genauer zu den „Vier Langenbochumern“ informieren möchte, dem hilft das Stadtteilbüro Herten-Nord weiter. Seit Dezember letzten Jahres sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig vor Ort, um Fragen zum Wettbewerb und zu den „Vier Langenbochumern“ zu beantworten – das nächste Mal am Donnerstag, 13. Februar, von 14 bis 16 Uhr. In einem leer stehenden Ladenlokal können sich Interessierte Anregungen holen oder auch schon Fotos einreichen.

Hintergrund

Die „Vier Langenbochumer“ sind Skulpturen und bestehen aus einem 2,75 Meter hohen Stahlrahmen. Jede der Säulen enthält fünf übereinander angeordnete, bedruckte Würfel. Jeder der fünf Würfel hat vier Seiten für Fotos, Grafiken oder Skizzen, sodass auf jeder Säule insgesamt vier Themen abgebildet werden können. Die Würfel können entweder zu einem Gesamtbild zusammengedreht oder mit mehreren unterschiedlichen Motiven bestückt werden.

Die Skulpturen sind Teil der nun beginnenden Umgestaltung der Kranzplatte in Langenbochum. Die Werbe- und Interessengemeinschaft Herten-Langenbochum (WIHL) und die Stadt Herten arbeiten gemeinsam daran, die „Herzliche Mitte“ zu verschönern. Sie soll als wichtiges Nahversorgungszentrum attraktiver und als zentraler Treffpunkt im Hertener Nord stark gemacht werden.

Weitere Informationen hat Bessie Schmidt vom Stadtteilbüro Herten-Nord, Dr.-Klausener-Weg 12, 45699 Herten, Tel.: (0 23 66) 499 69 66, E-Mail: info@stadtteilbüro-herten-nord.de.

„…Männer baggern wie blöde“

Herten. Männer können sich nun einen lang gehegten Traum erfüllen – nämlich einmal im Leben einen echten Bagger zu bedienen. Die Männertage machen es mit Unterstützung der Firma Heitkamp möglich. Am Samstag, 23. November, um 10 Uhr, ist es soweit: Beim Bagger-Seminar können „Männer baggern wie blöde“.

Der Textauszug aus dem Lied „Männer“ von Herbert Grönemeyer liefert den Titel für dieses außergewöhnliche Angebot. Die Planungsgruppe Männertage hat dies in Zusammenarbeit mit dem Projektbüro Nord und der Firma Heitkamp ganz speziell für die diesjährigen Männertage organisiert. Dafür wird die Firma Heitkamp zwei ausgewachsene Bagger zur Verfügung stellen.

Das Angebot für 15 Minuten baggern mit Anleitung kostet 15 Euro. Wer teilnehmen möchte, muss mindestens 18 Jahre sein und einen Führerschein besitzen. Anmeldungen bei Bernd Uppena, E-Mail: b.uppena@herten.de, unter Angabe des Alters und der Führerscheinklassen.

Kultur für Menschen mit geringem Einkommen

Herten. Die Metropole Ruhr verfügt über eine lebendige und vielfältige Kulturlandschaft mit attraktiven Angeboten. Doch nicht jeder kann sich diese auch leisten. Hier hilft die Kulturloge Ruhr. Der gemeinnützige Verein bietet Menschen, für die die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen finanziell nicht möglich ist, kostenfreie Restkarten an. Hierbei helfen jetzt auch vier ehrenamtliche Mitarbeiter in Herten in der neu geschaffenen Dependance im AWO Treffpunkt Schürmannswiese.

2012 wurde in Gelsenkirchen die erste Zweigstelle geschaffen. Für Brigitte Blömeke, stellvertretende Vorsitzende der Kulturloge Ruhr, sind die städtischen Dependancen sehr wichtig: „Das Team kann vor Ort ganz anders agieren.“ Daher freut sie sich, dass die Idee in Herten sofort aufgegriffen und durch die AWO und das städtische Kulturbüro so tatkräftig unterstützt wurde. Ein ehrenamtliches Team aus vier Mitarbeitern kümmert sich hier darum, dass die Restkarten der vielen Kulturpartner des Vereins die Gäste erreichen.

„Kultur ist Allgemeingut“, findet Ralph Bernatz aus dem freiwilligen Team. „Leider sind die Angebote in letzter Zeit viel teurer geworden und das kann sich nicht jeder leisten. Es ist eine tolle Geschichte, wenn man den Menschen solch einen Service bieten kann.“ Das sei Motivation genug für die vier ehrenamtlich Tätigen. So auch für Mareike Donath. Die 25-Jährige beteiligt sich neben ihrem Studium an dem Projekt. „Die Idee finde ich super. Es ist wichtig, dass jeder Mensch die Chance hat, am kulturellen Leben teilzunehmen – da engagiert man sich gern.“

Die beiden Helfer vermitteln gemeinsam mit Helga Rattay und Elke Heider ab sofort donnerstags von 16 bis 18 Uhr die zur Verfügung gestellten Tickets. Nicht nur für Veranstaltungen in Herten, sondern ruhrgebietsweit. „Natürlich werden den Gästen vor allem Veranstaltungen hier in der Nähe angeboten. Sie können aber auch Angebote in anderen Städten wahrnehmen“, erklärt Brigitte Blömeke. Das Team kümmert sich aber nicht nur um die Vermittlung der Karten, sie werben darüber hinaus bei der Tafel oder anderen Institutionen Kulturgäste an. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit durch die Zentrale der Kulturloge Ruhr in Essen.

Selbst Kulturgast werden?

Kulturgast der Kulturloge Ruhr können alle Menschen mit geringem Einkommen bzw. staatlicher Unterstützung werden, also beispielsweise Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit, und Sozialhilfeempfängerinnen und -emfänger. Ebenso Familien mit geringem Einkommen, Seniorinnen und Senioren mit Grundsicherung sowie Menschen, die von Tafeln unterstützt werden.

Wer selbst Kulturgast der Kulturloge Ruhr werden möchte, besorgt sich am besten einen Flyer des Vereins. Die Flyer liegen in den öffentlichen Einrichtungen und enthalten ein Formular, das sich Interessierte von einem der Sozialpartner ausfüllen lassen können. Dies sind in Herten das städtische Bürgerbüro, das Jobcenter, die städtische Wohngeldstelle sowie die VHS Herten. Anstelle des Stempels des Sozialpartners ist es außerdem möglich, mit einem aktuellen Einkommensnachweis die Eignung als Kulturgast nachzuweisen.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Kulturloge Ruhr www.kulturloge-ruhr.de.

„So wird mein Schulweg sicherer“

Herten. Der Wechsel auf eine weiterführende Schule bedeutet für die Kinder viele Veränderungen – auch im Straßenverkehr. Denn die Schüler müssen einen neuen Schulweg bewältigen. Welche Gefahren hier lauern und worauf die Fünftklässler achten müssen, zeigt ihnen Kinderfreundin Beate Kleibrink.

„Wie kommt ihr jeden Morgen zur Schule?“, fragt die Pädagogin die Schüler der Klasse 5 d des Städtischen Gymnasiums Herten. „Mit dem Bus!“, „Zu Fuß!“, „Mit dem Fahrrad!“ und „Meine Mama bringt mich!“ ertönt es aus allen Ecken des Klassenzimmers. So vielfältig die Verkehrsmittel auch sind, die die Schüler jeden Morgen nutzen, so unterschiedlich sind auch die Gefahren. Anhand vieler Beispiele macht Beate Kleibrink die Schüler auf solche Situationen aufmerksam. „Ein Schüler stieg auf der Fahrerseite aus und wurde vom Auto erfasst – was wurde hier falsch gemacht?“, fragt die Kinderfreundin die Klasse. Eine Schülerin weiß die Antwort: „Man muss vor dem Aussteigen ganz genau gucken, ob auch kein Auto kommt.“

Der sichere Schulweg soll jedoch nicht nur im Klassenzimmer besprochen werden. Mit gelb leuchtenden Warnwesten ausgestattet, ziehen die Schüler los, um sich die Gefahrenstellen rund um das Gymnasium einmal vor Ort anzuschauen. Ihre Beobachtungen halten die Fünftklässler anschließend in einem Arbeitsheft fest – dies soll dafür sorgen, dass die Schüler die wichtigen Regeln nicht vergessen und immer wieder nachschlagen können.

„Wer kommt denn morgens aus dieser Richtung?“, fragt Beate Kleibrink und zeigt auf die Schützenstraße in Richtung Herten-Süd. Ein Schüler meldet sich. Er fährt diese Straße jeden Morgen mit dem Fahrrad und weiß, warum die Kreuzung so gefährlich ist: „Hier fahren immer total viele Autos!“ Außerdem überfährt der abbiegende Verkehr die grüne Ampel der Fußgänger – hier könnten unachtsame Autofahrer jemanden übersehen. Tipp der Mitschüler: „Auch bei grüner Ampel immer erst nach links und rechts schauen!“

Letzter Punkt der Begehung ist der Hintereingang des Gymnasiums an der Gartenstraße. Hier laufen jeden Tag viele Schüler über die Straße. Durch die parkenden Autos können besonders kleinere Kinder leicht übersehen werden. Die Expertin rät: „Überquert niemals zwischen parkenden Autos die Straße.“ Sie zeigt den Schülern eine Stelle, die speziell mit Pollern abgesperrt wurde. „Hier habt ihr freie Sicht und könnt problemlos die Straße überqueren.“

Alle 5. Klassen des Städtischen Gymnasiums haben an dem Projekt teilgenommen, also insgesamt etwa 120 Schülerinnen und Schüler. „Die Kinder haben toll mitgearbeitet“, resümiert Beate Kleibrink. „Ich hoffe, dass sie die vielen Tipps auf ihrem Schulweg umsetzen.“