Kategorie-Archiv: Hamm

Beratung für Kriegsopfer und Opfer von Gewalttaten

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet am Freitag (26.09.) in der Zeit von 8.30 Uhr bis 14 Uhr einen Sprechtag für Kriegsopfer und Opfer von Gewalttaten an. Der Sprechtag findet statt im LWL Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, Hattroper Weg 70 (Haus 20) in 59494 Soest.

Ein Team des LWL-Versorgungsamtes steht den Betroffenen aus den Kreisen Soest, Siegen-Wittgenstein und Olpe, dem Hochsauerlandkreis, dem Märkischen Kreis sowie der Stadt Hamm zur Verfügung bei diesem Sprechtag für Fragen rund um das Soziale Entschädigungsrecht einschließlich der Kriegsopferfürsorge.

Ein weiterer Sprechtag findet am 10. Oktober statt.

LWL-Einrichtung:
LWL-Versorgungsamt Westfalen
Von-Vincke-Str. 23-25
48143 Münster
Karte und Routenplaner

Weihnachten bin ich zu Hause

Dieses Jahr ist es wieder soweit: Deutschlands Musicalstar Nr. 1, Uwe Kröger, kehrt zu einem Konzert in seine Heimatstadt Hamm zurück. Am 20. Dezember wird Kröger gemeinsam mit Pia Douwes die Weihnachtsgala des Sängerkreises Hamm e. V. in der Alfred-Fischer-Halle gestalten. Die Veranstaltung ist ein Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins des Hospizes am Roten Läppchen. „Wir freuen uns natürlich besonders, dass wir Uwe Kröger für diese Benefizveranstaltung gewinnen konnten“, freut sich Markus Wolfslau vom Sängerkreis Hamm. „Gemeinsam mit ihm und Pia Douwes haben wir ja bereits einige schöne Veranstaltungen in Hamm erlebt.“

Pia Douwes und Uwe Kröger© Stefan Gergely
Pia Douwes und Uwe Kröger© Stefan Gergely

Passend zu den bevorstehenden Weihnachtstagen wird es ein weihnachtliches Konzert werden. Neben den musikalischen Beiträgen wird der Abend auch mit Gedichten, Geschichten und kurzen Erzählungen ergänzt. „Wir konnten unseren Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann gewinnen, als Erzähler das Konzert mitzugestalten“, fährt Wolfslau fort. Hunsteger-Petermann ist gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins. „Eine zweite Erzählperson ist aktuell angefragt, wir hoffen dort auch auf eine Zusage“, so Wolfslau.

Kröger ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der gefragteste Musicaldarsteller im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit Pia Douwes feierte er schon viele Erfolge. Besucher aus allen Teilen der Bundesrepublik werden zu diesem besonderen Konzert wieder nach Hamm anreisen. „Die Besucher sind vom Ambiente der Alfred-Fischer-Halle begeistert, ebenso wie Uwe Kröger selbst. Da nehmen Sie auch gerne eine weitere Anreise in Kauf“, weiß Markus Wolfslau zu berichten. Auch die Künstler und Musiker freuen sich immer auf die familiäre Atmosphäre.

Eintrittskarten werden ab etwa Anfang April erhältlich sein (in Hamm: Westf. Anzeiger, TicketCorner, Verkehrsverein). Der Sängerkreis Hamm hofft aufgrund des Benefizgedankens auch dieses Mal wieder auf ein volles Haus.

Alle Informationen auch unter: www.saengerkreis-hamm.de.

Auf der Jagd nach Schnäppchen

Nach den erfolgreichen Online-Fundsachenversteigerungen der Stadt Hamm der letzten beiden Jahre, gibt es bei der fünften Online-Fundsachenversteigerung ab dem 5. Dezember wieder die Chance auf teilweise hochwertige Schnäppchen.

Das Versteigerungsprinzip ist anders als bei Portalen wie „ebay“ – und erfordert Nervenstärke. Die Auktion startet mit einem festgesetzten Höchstpreis. Dieser aktuelle Kaufpreis fällt jedoch in regelmäßigen Abständen bis zum angegebenen Mindestpreis.
Die Fundsachenversteigerung der Stadtverwaltung Hamm findet in diesem Winter bereits zum fünften Mal über das Internet (www.fundus.eu) statt. Ungefähr 70 Fahrräder aller Art, Handys, Smartphones, Digitalkameras, Uhren, Schmuck, Taschen, neuwertige Kleidung und verschiedene Kleinteile können ersteigert werden. Auch für die Kleinen gibt es Schnäppchen: Ein Fahrradanhänger für Kinder, ein Kettcar und zwei Dreiräder werden angeboten.

Die Versteigerung beginnt am Donnerstag, 5. Dezember, um 17 Uhr und dauert zehn Tage, allerdings können alle Fundsachen bereits im Internet angeschaut werden. Auf www.hamm.de findet sich unter der Rubrik „Rathaus / Bürgerservice“ beziehungsweise unter www.fundus.eu ein Link zur Online-Versteigerung. Die Firma GMS-Bentheimer Softwarehaus, die diese Auktion für die Stadt Hamm durchführt, ist spezialisiert auf Online-Versteigerungen. Die Preise wurden sachkundig festgelegt.

Jeder angebotene Fundgegenstand wurde für das Internet fotografiert. Ersteigerte Kleinteile können gegen Kostenerstattung auch zugesandt werden. Lediglich alle großen Fundsachen und die Fahrräder müssen direkt abgeholt werden. Angeboten werden Fundsachen, deren gesetzliche Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten abgelaufen ist. Die Eigentümer der oben genannten Fundgegenstände können ihre Rechte noch bis zu Beginn der Versteigerung bei der Stadt Hamm, Bürgeramt Uentrop, anmelden. Mit Beginn der Versteigerung können keine Rechte mehr geltend gemacht werden.

Archäologen spüren in Hamm dem Mittelalter nach

Nach Abtrag des Oberbodens konnten die Archäologen schnell feststellen, ob das Mittelalters tiefere Spuren als Bodenverfärbungen hinterlassen hat. Foto: LWL/Baales
Nach Abtrag des Oberbodens konnten die Archäologen schnell feststellen, ob das Mittelalters tiefere Spuren als Bodenverfärbungen hinterlassen hat.
Foto: LWL/Baales

In Hamm haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) an der der Marker Allee Abfallgruben mit Keramik aus hochmittelalterlicher Zeit entdeckt. Die Fachleute hatten mit so genannten Sondagen im Vorfeld zu geplanten Baumaßnahmen den Boden untersucht. Damit sollte geklärt werden, woher die oberflächlich entdeckte Keramik aus dem Mittelalter stammt und dass hier keine wertvollen archäologischen Orte durch die Bagger zerstört werden.

Die wenigen Befunde wie dieser verfüllte Graben wurden sorgfältig fotografisch und zeichnerisch dokumentiert. Foto: LWL/Baales
Die wenigen Befunde wie dieser verfüllte Graben wurden sorgfältig fotografisch und zeichnerisch dokumentiert.
Foto: LWL/Baales

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Hamm unterstützte die LWL-Archäologen gezielt bei ihren bauvorgreifenden Untersuchungen (Firma Archbau und Dr. Cordula Brandt). Zuvor waren an der Oberfläche immer wieder Keramikscherben aus dem Mittelalter aufgetaucht.

Die Sondagen sollten klären, ob diese Keramik womöglich zu einer Siedlung gehörte und ob weitere Untersuchungen erforderlich sind. Die Archäologen entdeckten dabei einige Gruben mit vereinzelter Keramik aus hochmittelalterlicher Zeit. Solche Gruben dienten den Menschen als mittelalterliche Version der heutigen Abfalleimer. Hier wurden zerbrochene, zerstörte oder ausgediente Dinge des Alltags entsorgt. Heute liefern die Gegenstände den Experten der LWL-Archäologie für Westfalen wertvolle Hinweise auf die Alltagssitten DER Vergangenheit.

„Es handelt sich sehr wahrscheinlich um Funde am Rand einer ehemaligen Hofstelle“, erläutert der Leiter der Nebenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen, Prof. Dr. Michael Baales. „Die Hofstelle konnten wir allerdings nicht näher lokalisieren – sie kann jenseits der Marker Allee oder auch an einer ganz anderen Stelle angesiedelt gewesen sein.“ Interessant war für die Archäologen außerdem eine Grube, die aus der Eisenzeit stammt und damit noch deutlich älter ist. Auch hier lässt sich der Befund jedoch nicht einer konkreten Siedlungsstelle zuordnen.

Fazit der Fachleute: Auf dem Gelände der zukünftigen Baustelle verbirgt sich keine außergewöhnlich wertvolle Fundstelle. Damit können die Baumaßnahmen beginnen, denn es besteht keine Gefahr mehr, dass weitere archäologische Fundstellen zerstört werden.

LWL-Einrichtung:
LWL-Archäologie für Westfalen
Zentrale
An den Speichern 7
48147 Münster
Karte und Routenplaner