Kategorie-Archiv: Essen

Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wird entschärft

Am Mittwoch, 23. Oktober wird in Essen-Bergeborbeck in der Zeit von 11 Uhr bis ca. 12 Uhr eine 10-Zentner-Fliegerbombe aus dem II. Weltkrieg entschärft.

Anwohnerinnen und Anwohner sowie Betriebsangehörige im Umkreis von 300 Metern um die Bombenfundstelle müssen von 10 Uhr bis circa 12 Uhr (Ende der Entschärfung) ihre Wohnungen beziehungsweise ihren Betrieb verlassen. Außerdem müssen Kraftfahrzeuge in dieser Zeit vorsorglich von der Straße entfernt werden. Vorhandene Gasgeräte sind abzusperren. Betriebe und Einzelhandel sind aufgerufen, ihre Besucher entsprechend anzuhalten.

Im Umkreis von 300 bis 600 Metern sollten sich Anwohner und Betriebsangehörige während der Entschärfung, ab 10.45 Uhr, in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen, oder den Keller aufsuchen. Auch in diesem Bereich rät das Ordnungsamt, Kraftfahrzeuge vorsorglich von der Straße zu entfernen.

Das Ende der Entschärfung wird durch Lautsprecherwagen der Polizei / Feuerwehr durchgegeben. Radio Essen wird ebenfalls das Ende der Entschärfung auf UKW 102.2 bekannt geben.

Mit Behinderungen durch Sperrungen auf der Germaniastraße, Bocholder Straße, der Haus-Berge-Straße, der Friedrich-Lange-Straße sowie der Hafenstraße muss gerechnet werden.

Der S-Bahn-Haltepunkt Essen–Bergeborbeck wird ab 10.30 Uhr gesperrt.

In Essen hängt der Himmel voller Leuchtdioden

Die komplette Umstellung von klassischen Glühlampen auf Leuchtdioden in den letzten Jahren führt zu Einsparungen von rund 80 Prozent | Copyright: Peter Wieler, EMG
Die komplette Umstellung von klassischen Glühlampen auf Leuchtdioden in den letzten Jahren führt zu Einsparungen von rund 80 Prozent | Copyright: Peter Wieler, EMG

Essener Lichtwochen

Während der 64. Essener Lichtwochen vom 27. Oktober 2013 bis zum 4. Januar 2014 hängt der Himmel über der Essener Innenstadt voller Leuchtdioden: Hunderttausende LED bilden großformatige Bilder und dreidimensionale Licht-Skulpturen im abendlichen Dämmer über den Einkaufsstraßen der Stadt. Auf neun illuminierten Themenbildern geht es zudem um das Gastland Schweden. Damit knüpft Essen, Kulturhauptstadt Europas 2010, an den schönen Brauch an, leuchtende Grüße in das Land der kommenden Kulturhauptstadt zu senden. Und dies – trotz der enormen Strahlkraft der Traditionsveranstaltung – komplett emissionsfrei.

Mehr Licht und Farbe während der dunklen Jahreszeit – den Menschen in Schweden, Partnerland der 64. Essener Lichtwochen, leuchtet das durchaus ein. Denn vor allem in Nordschweden sei es während des Winterhalbjahrs sehr dunkel, so Staffan Carlsson, Botschafter des Königreichs Schweden, in seinem Grußwort zur Eröffnung der traditionsreichen Veranstaltung: „Über lange Zeiträume ist die Sonne überhaupt nicht zu sehen. Dann leuchten in so gut wie allen Fenstern Sterne und in den Bäumen Lichterketten.“

Fest zu Ehren der Heiligen Lucia

Eines der neun Themenbilder zeigt den vielleicht schönsten schwedischen Lichterbrauch: Das Fest zu Ehren der Heiligen Lucia mit dem Lichterkranz wird kurz vor Weihnachten gefeiert und ist beinahe ebenso wichtig wie das Christfest – markiert es doch nach uralter Überlieferung den Zeitpunkt der Sonnenwende, ab dem die Tage endlich wieder länger werden. Um weitere schwedische Bräuche, Wahrzeichen und Persönlichkeiten geht es auf den übrigen Themenbildern: Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga, ABBA und Tennis-Legende Björn Borg, die Europäische Kulturhauptstadt 2014 Umeå und die schwedische Hauptstadt Stockholm sind unter anderem auf Licht-Bildern an markanten Punkten der Essener Innenstadt zu sehen.

Trotz der großen Begeisterung der Schweden für Licht und Farbe während der dunklen Jahreszeit gibt es dort dennoch keine Veranstaltung, die den Essener Lichtwochen ähnlich wäre. Denn zusätzlich zu den Themenbildern erstrahlen zwischen Hauptbahnhof, Rathaus und dem Einkaufscenter „Limbecker Platz“ unzählige Girlanden und Sternenbälle, Kugeln und Kegel, Skulpturen und Lichterkronen über den Plätzen und autofreien Straßen der Einkaufsstadt.

Internationaler Weihnachtsmarkt

Dieses stille Lichterspektakel sehen Jahr für Jahr rund fünf Millionen Menschen: Shopping-Gäste, die auch wegen der großen Auswahl in mehr als 700 Geschäften und Warenhäusern kommen; Theater-, Konzert-, Varietée- oder Kinogänger, die den Kulturgenuss in Essen noch um das Erlebnis der teils poetischen, teils spektakulären Illuminationen ergänzen; Besucher des Internationalen Weihnachtsmarkts, der drei Wochen nach dem Lichtwochenstart, am 21. November eröffnet; und nicht zuletzt die Fans der strahlenden Bilder, die eigens anreisen um zu erleben, welche neuen Lichter der Stadt aufgegangen sind.

Apropos: Die beste Idee der vergangenen Jahre zeigt sich nicht in einem einzelnen Bild. Denn bereits seit 2008 bemüht sich der Veranstalter, die EMG – Essen Marketing GmbH, um eine Reduzierung des Stromverbrauchs der Lichtwochen – mit beachtlichem Erfolg, denn die komplette Umstellung von klassischen Glühlampen auf Leuchtdioden führte zu Einsparungen von rund 80 Prozent. Zudem nutzt die EMG in diesem Jahr erstmals ausschließlich regenerative Energie: Strom aus deutscher Wasserkraft bringt den beliebten City-Schmuck zum Leuchten.

URL: www.essen-marketing.de

„mitWirkung!“: Stadt beteiligt Jugendliche

Prozessmoderatoren des Jugendamtes und der Jugendverbände stoßen Projekte an und schaffen so die Voraussetzungen, dass Jugendbeteiligung in Essen gelingen kann. Bürgermeister Franz-Josef Britz (l.) überreichte den rund 35 frischgebackenen Prozessmoderatoren ihre Urkunden. (v.r.n.l.) Jugenddezernent Peter Renzel, Karlheinz Endruschat Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und sein Stellvertreter Ratsherr Jörg Uhlenbruch (verdeckt) würdigten die Leistungen und das Engagement der Jugendlichen. Foto: Peter Herzogenrath
Prozessmoderatoren des Jugendamtes und der Jugendverbände stoßen Projekte an und schaffen so die Voraussetzungen, dass Jugendbeteiligung in Essen gelingen kann. Bürgermeister Franz-Josef Britz (l.) überreichte den rund 35 frischgebackenen Prozessmoderatoren ihre Urkunden. (v.r.n.l.) Jugenddezernent Peter Renzel, Karlheinz Endruschat Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und sein Stellvertreter Ratsherr Jörg Uhlenbruch (verdeckt) würdigten die Leistungen und das Engagement der Jugendlichen. Foto: Peter Herzogenrath

Sie halfen bei der Planung von Jugendspielplätzen in Essen, veranstalten Konzerte und vieles mehr: Die Rede ist von jungen Prozessmoderatoren, die Projekte und Veränderungen in ihren Stadtbezirken anstoßen wollen. Doch das Planen von Projekten und der Umgang mit politischen Gremien wollen gelernt sein. Damit gute Ideen nicht bereits im Ansatz versanden, gibt es „mitWirkung!“. Hinter dem Wortspiel verbirgt sich ein vollgepacktes Ausbildungsprogramm, mit dem junge Menschen in rund 50 Stunden auf ihre schwierige Aufgabe vorbereitet werden.

Jetzt haben 35 Jugendliche ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Ihnen überreichte Bürgermeister Franz-Josef Britz vergangenen Donnerstag (10.10.) feierlich ihre Urkunden. In seiner Festansprache sagte Britz: „Die Stadt liegt Ihnen zu Füßen“ und spielte damit doppelbödig auch auf den Ort der Urkundenübergabe – die 22. Etage des Rathauses – an. Britz weiter: Wir wollen Menschen jeden Alters dafür interessieren, sich für die Belange ihrer Stadt und das Gemeinwohl einzusetzen.“ Der Bürgermeister dankte allen Akteuren für ihr Engagement.

Und was gefällt den jungen Leuten besonders an „mitWirkung!“? Leoni (14), Jennifer (15) und Sarah (15) sind sich einig: „Etwas neues zu entwickeln und das gemeinsame Miteinander bei den wöchentlichen Treffen machen einfach riesig Spaß“. Die drei planen gemeinsam mit zehn weiteren Jugendlichen einen Jugendspielplatz.

Hintergrund: Mit dem Projekt „mitWirkung!“, das die Stadt Essen im Jahr 2005 mit der Bertelsmann-Stiftung startete, sollte jungen Menschen Gelegenheit geben, sich für das Gemeinwohl ihrer Stadt einzusetzen und ihre Interessen bei der Planung und Gestaltung von Freiflächen, Räumen oder Spielflächen mit einzubringen. Dazu wurden bislang rund 150 Jugendliche ausgebildet, die in ihrem Umfeld Veränderungen anstoßen wollen. Das Jugendamt und der Jugendverbände unterstützen die Jugendlichen bei der Wahrnehmung ihrer Interessen in den Stadtbezirken. Dazu werden sie vom Jugendamt und den Verbänden nach einer besonderen Methode auszubilden. „ToP“, Technology of Participation, heißt die spezielle Moderatorenausbildung, bei der Jugendliche das nötige Rüstzeug erhalten, um Gesprächsrunden zu leiten und die Ergebnisse in demokratische Abstimmungsprozesse einzubringen. „ToP“ ist eine Methode, die in den USA erfolgreich erprobt wurde.

Eintauchen in die Arbeitswelt eines ehemaligen Kokerei-Arbeiters

Freizeit-Tipp: Denkmalpfad ZOLLVEREIN® / Kokerei "Altkokerführung. Arbeitsalltag auf der Kokerei aus erster Hand", Foto: Stiftung Zollverein, Thomas Willemsen
Freizeit-Tipp: Denkmalpfad ZOLLVEREIN® / Kokerei „Altkokerführung. Arbeitsalltag auf der Kokerei aus erster Hand“, Foto: Stiftung Zollverein, Thomas Willemsen

Seit mehr als 20 Jahren kommt kein Rauch mehr aus den Schornsteinen – dennoch hat die Kokerei Zollverein seitdem nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Ein ehemaliger Koker lädt bei der Altkokerführung im Denkmalpfad ZOLLVEREIN® am 18. Oktober 2013 zu einer Erkundung der einstmals größten Zentralkokerei Europas ein, die rund um die Uhr mehrere tausend Arbeiter beschäftigte. Aus erster Hand erfahren die Besucher, wie aus über 11.000 Tonnen Kohle Koks gewonnen wurde. Dabei gibt der Gästeführer spannende Einblicke in die komplexen Prozesse der Koksgewinnung und in seinen ehemaligen Arbeitsalltag.

Im Anschluss an die Führung haben die Besucher die Möglichkeit, in gemütlicher Runde bei einem Glas Wasser, Bier oder Wein mehr über die Arbeit und das Leben der Koker zu erfahren. Der Altkoker hält dafür zahlreiche Geschichten bereit, einige Kokergeheimnisse sind auch darunter.

Führung: „Altkokerführung. Arbeitsalltag auf der Kokerei aus erster Hand“

  • Termin: Freitag, 18. Oktober 2013, 19.00 Uhr
  • Teilnahmegebühr: 15 Euro, inkl. Freigetränken (Wasser, Bier, Wein)
  • Dauer: ca. 3 Stunden
  • Treffpunkt: Infopunkt Kokerei, Areal C (Kokerei), vor der Mischanlage (C70), Arendahls Wiese, 45141 Essen
  • Information und Anmeldung (unbedingt erbeten): Telefon 0201 246810, denkmalpfad@zollverein.de

Wichtiger Hinweis: Festes Schuhwerk und strapazierfähige sowie witterungsgerechte Kleidung werden unbedingt empfohlen.

URL: Stiftung Zollverein