Bei Verkehrsschau entschieden

Zur turnusmäßigen Verkehrsschau trafen sich Fachleute am 15. Oktober in Bönen. Unter die Lupe genommen wurden 82 Gemeindestraßen südlich der Bahnhofstraße (Altenbögge, Lütgenbögge und Im Dieken).

An der Verkehrsschau nahmen Vertreter der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis, der Bezirksregierung Arnsberg, der Kreispolizeibehörde Unna und der Gemeinde Bönen teil. Das besondere Augenmerk aller galt den Verkehrszeichen und Markierungen. Ziel war es, die Verkehrsschilder und Fahrbahnmarkierungen auf ihren Zustand hin zu überprüfen und – wenn möglich – das Entfernen überflüssiger Schilder zu veranlassen.

Am Ende der Verkehrsschau standen auf der Aufgabenliste 75 Verkehrszeichen. Sie müssen in den nächsten Wochen freigeschnitten, ausgetauscht oder entfernt werden. Über alles betrachtet, waren sich die Fachleute einig, dass die in Augenschein genommenen Straßen südlich der Bahnhofstraße insgesamt verkehrssicher ausgeschildert sind.

Mit einer Ausnahme: Bemängelt wurden vielerorts die unerlaubt zugeparkten Gehwege: „Autofahrer vergessen immer wieder, dass die Gehwege für Fußgänger bestimmt sind und das Parken nur in durch Schilder ausgewiesenen Ausnahmebereichen erlaubt ist“, erklärt Michael Arnold von der Verkehrssicherung.

Änderungen gibt es nach der Verkehrsschau in der Nordstraße. Hier ist derzeit noch Tempo 50 erlaubt – zu schnell, wie die Fachleute auch mit Blick auf den neuen Kindergarten befanden. „Noch vor Ort wurde daher die Einrichtung einer Tempo 30-Zone beschlossen“, informiert Michael Arnold. Die Tempo 30-Regelungen habe sich bundesweit bewährt. „Untersuchungen zeigen, dass in solchen Bereichen rund 40 Prozent weniger Unfälle passieren als in vergleichbaren Tempo-50-Zone. Außerdem sind die Unfallfolgen deutlich geringer“, betont Arnold.

Der Fachmann veranschaulicht dies mit einigen Zahlen: „Stößt ein Fahrzeug mit 50 km/h mit einem Fußgänger zusammen, ist das für den Fußgänger wie ein Sturz aus 10 Metern Höhe und seine Überlebenschancen liegen bei gerade einmal 30 Prozent. Ist das Auto nur mit Tempo 30 unterwegs, entspricht eine Kollision einem Sturz aus 3,5 Metern und die Überlebenschancen steigen auf 90 Prozent.“

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